Palatina sul aqua

Das RPG der Renaissance
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:12 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Liana unternimmt gar nicht erst den Versuch, den angeekelten Gesichtsausdruck zu unterdrücken und schließlich steht sie mit leicht geöffnetem Mund und ungläubigen großen Augen vor der Truhe.

Nach einigen langen Augenblicken schüttelt sie sich plötzlich heftig und nimmt mit spitzen Fingern das Kleid heraus, um die ganze Grausamkeit zu betrachten.


Entweder habe ich eine gespaltene Persönlichkeit und der Teil, der mich hasst, hat gerade die Oberhand gewonnen, oder ich habe mir den Kopf stärker angeschlagen, als ich es bisher glauben wollte...sagt sie zu niemand bestimmtem.

Schließlich schaut sie den Foscari an...noch immer leicht verstört, aber schicksalsergeben.


Gebt mir einen moment Zeit und eine Schüssel mit Wasser, damitich das Blut aus meinen Haaren bekomme...das würde den ganzen...Aufwand zunichte machen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:20 
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Handelsherr
Ui, da ist ja auch ein Monokel im Hut!

greift Cesare rein, und nimmt es mal kurz zur Probe ins rechte Auge. Mit angehobener Nase und leicht snobistischem Ausdruck meint er dann:

Vortrefflich!

er wirft das Monokel zurück*, weist dann die Matrosen an, das zu tun, was Liana verlangt

Ich freue mich auf eine unterhaltsame Fahrt, Signora!

__________________________
*Natürlich anachronistisch, weil das Monokel noch gar nicht erfunden ist - aber verdammt, ich wäre verflucht, brächte ich den Gag nicht.

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:26 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Sie blickt geschockt auf das Monokel...das schien ein Anfang von einer der Gruselgeschichten zu werden, die Schauspieler immer abends am lagerfeuer erzählt hatten...nur das die monster hier keine Klauen und Fangzähne hatten...zumindest nicht im herkömmlichen Sinne.

Bei Cesares Worten blickt sie diesen unglaubig an...

Hofft lieber, dass ich nicht zum ersten Mal in meinem Leben seekrank werde...kann sie darauf nur resigniert antworten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:28 
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Handelsherr
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Handelsherr
Und das schöne Kleid ruinieren? Welch Skandal.

geht Cesare dann beschwingt in die Richtung, in der das Boot zu Wasser gelassen wird, die Hände auf dem Rücken

Sagt, Ihr seid bestimmt sehr talentiert, was das Ersteigen von Klippen betrifft?

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:33 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Sie wirft ihm nur einen kurzen Blick zu, während sie sich seufzend das Kleid über den Arm legt und den hut in die Hand nimmt.

Sagen wir, ich habe ein wenig Erfahrung darin.
Wieso fragt Ihr?
Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass das in diesem Fummel hier möglich ist?! mit Daumen und Zeigefinger hebt sie einen der zahlreichen Rüschensäume an und blickt mit hochgezogener Braue in Richtung des Foscari.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:41 
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Oh doch. Und vor allem, ohne, dass etwas reißt. Das wäre sehr undamenhaft. Und es wäre doch der Verkleidung sehr abträglich, wenn wir nach Palatina reisten, und das Kleid wäre bereits davor ramponiert.

schaut er hinab zum Boot, spricht so, als handelte es sich um kein zu erwähnende Nebensächlichkeiten

Ich hoffe, das ist kein Problem für Euch?

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 21:49 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Lianas Blick wird plötzlich ziemlich kühl. Sie würde sich nicht an ihrer Ehre packen lassen- nicht von diesem Mann! Nicht von dem Mann, der verantwortlich war für....sie hatte sich doch vorgenommen vorerst nicht darüber nachzudenken!

Doch, das ist durchaus ein Problem für mich!
Wenn die Klippen einen einfachen Fußmarsch darstellen, mag es gehen, aber nicht, sobal ich eine Steilwand hinaufklettern muss.
Seht Ihr das?
sie hält ihm die Unterseite ihrer Unterarme hin, die mit feinen weißen Narben versehen sind.
Das ist von der letzten Kletterpartie an einer Klippe. Hätte ich lange Ärmel gehabt, hätten diese danach nur noch als Fetzen existiert...

Ich kann also nur hoffen, dass Ihr einen schlechten Scherz für nötig befandet, oder dass die Sonne Euch nicht gut tut...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 22:13 
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Dann scheiden die Klippen als Landepunkt aus. Wir müssten theoretisch dann bis nach Torre San Giovanni rudern, und dann über die Straße durch die Klippen, das würde unsere Fahrt allerdings erheblich verlängern. Gingen wir dagegen am Strand an Land, könnte man uns erspähen, außerdem kämen wir durch die Fahrrinne der Schiffe, die zwischen Porto Vecchio und dem Meer fahren.

stellt er die Optionen vor

Wie würdet Ihr aus taktischer Sicht entscheiden?

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 22:25 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Nun, wenn es nur diese Optionen gibt, dann schlage ich vor, den längeren Weg zu nehmen, es sei denn, Ihr wärt in der Lage, mir Flügel wachsen zu lassen.
Ganz im Ernst, Signor...in diesem Kleid ist eine Kletterpartie an den Klippen unmöglich.

Bestünde die Möglichkeit, diesen Fummel hier mitzunehmen und ihn erst nach dem Aufstieg anzuziehen?
Gegen Gepäck auf dem Rücken habe ich persönlich nichts.

Sie blickt ihn geradeheraus an und es ist völlig klar, dass sie sich nicht dazu überreden lassen wird, in der neuen Tracht eine Felswand zu erklimmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 22:46 
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Handelsherr
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Handelsherr
Aber... aber... das zerstört doch den ganzen Effekt!

Auch wieder wahr. Nun denn, holt doch noch bitte vom Schiffskoch etwas Proviant, den wir mitnehmen können, ich will alsbald wie möglich los.

fasst er zusammen, meint dann zu Raffaele:

Ich melde mich sobald wie möglich. Lebt wohl, und passt auf die Karte auf. San Marco co vu!

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 23:06 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Was nun? Klettern mit Gepäck?

Dann brauche ich von irgend jemandem hier einen Seesack oder etwas Ähnliches.
Für wie viele Tage brauchen wir Proviant? ihre Stimme ist nun ganz sachlich, als wäre so eine Organisation für sie das Normalste der Welt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 23:10 
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Handelsherr
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Handelsherr
Das Gepäck trage natürlich ich. Kümmert Euch nicht darum.

gibt er ebenso sachlich zurück, als wäre das eine Selbstverständlichkeit

Nur einen Tag. In der Republik liegen an allen großen Straßen Rastplätze im maximalen Abstand einer Tagesreise. Einzig im äußeren Süden, Norden und Osten ist dies nicht der Fall. Die Klippen sind zwar unwirtlich, aber man ist immer vor Dämmerung entweder in Porto Vecchio oder Torre di San Giovanni. Da man aber nie weiß, was geschieht, sollten wir trotzdem für einen Tag vorplanen. Mir reicht etwas Schiffszwieback, doch wie ich di San Trovaso kenne, ist dessen schlichtester Proviant süßes Honigbrot mit Marzipanüberstrich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 23:18 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Sie hebt bei dieser bekanntgabe erneut leicht eine Augenbraue, verkneift sich jedoch einen Kommentar.
Wenn es um eine Reise ging, bei der Gepäck nötig war, dann war es ihr eigentlich lieber, dieses Gepäck auch auf ihrem eigenen Rücken zu haben, doch sie konnte diesen Mann noch nicht gut genug einschätzen, um festzustellen, ob es sinnvoll war, ihm zu widersprechen, oder nicht...und was es für Folgen hätte.


Das ist eine durchdachte Einteilung...wenn vielleicht auch etwas unnötig, aber ein müder Wanderer wird sich sicher nicht darüber beklagen, dass er jeden Abend etwas zu essen bekommen kann..."Und im Auge behalten werden kann..."

Bei Foscaris Beschreibung des zu erwartenden Reiseproviantes verzieht Liana angeekelt das Gesicht.

Wenn das so ist, dann faste ich lieber einen Tag. Vielleicht können wir ja ein paar Äpfel bekommen...

sie wirft Kleid und Hut vorerst zurück in die Truhe und wendet sich zum Gehen, um den Schiffskoch ausfindig zu machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 23:26 
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Handelsherr
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Handelsherr
Das Territorium ist eben sehr klein und dicht besiedelt. Besser eine kleine, wohlhabende Republik als ein großes, wüstes Land.

fasst der Kaufmann nüchtern zusammen, begibt sich zum Boot

Ich werde dann bereits das Gewand verfrachten, und mir einen Seesack holen lassen. Sucht mich einfach im Boot auf, die Strickleiter kennt Ihr ja.

deutet er an, und trifft dann ebenfalls Vorbereitungen

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 23:33 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Ja, die Strickleiter kenne ich... murmelt sie nicht gerade erfreut im Weggehen.

Es dauert nicht allzu lange, bis Liana das Nötigste zusammen hat und sicherheitshalber hat auch sie sich einen Seesack geben lassen, in welchem sie ein wenig Proviant verstaut, sowie eine Decke, die sie in der Kabine aufgetrieben hat. Man konnte ja nie wissen, was einen erwartete. Das Blut hatte sie innerhalb kurzer Zeit noch aus ihren Haaren gewaschen und ließ diese nun im Wind trocknen.

Bevor sie an die Reling tritt blickt sie sich noch einmal genau auf dem Schiff um. Sie hatte vor, dieses Deck im Gedächtnis zu behalten.
Eigentlich war es ihr äußerst unangenehm, schon wieder an Land gehen zu müssen, aber das war im Moment die einzige sinnvolle Möglichkeit, etwas zu unternehmen...und irgendetwas musste sie unternehmen, sonst würde sie wohl verrückt werden.

Noch ein letzter blick zum Hauptmast, dann setzt sie sich den Seesackt auf den Rücken, schwingt sich über die Reling und klettert flink, noch immer barfuß, die Leiter hinunter.


Die Bootsfahrt beginnt

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:47 
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Senator
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Schicht: Nobiluomo
Heimat: Città Antica
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Beruf: Botschafter

Senator
Raffaele sieht den beiden nach, wie sie das Schiff verlassen und fortgehen. Er hatte sich von Cesare verabschiedet, auch der Freibeuterin zugenickt. Natürlich konnte er sich den amüsierten Gesichtsausdruck nicht verkneifen, als das Gespräch sich um die Kleidung und den Proviant gedreht hatte, doch nun wird er wieder ernst.

Grave, schickt ein paar Männer aus, die nach Süßwasser und Nahrung suchen sollen. Ich habe vorhin nachgeschaut und unsere Vorräte werden für vielleicht drei, höchstens vier Tage reichen. Und ich will nicht, dass wir hier verhungern, falls alles länger dauert.

Und ich werde in der Zwischenzeit versuchen, mit Signora Garibaldi Kontakt aufzunehmen. Er erteilt den Befehl und setzt sich dann an einen Tisch an Deck, wo er eine Mitteilung verfasst, die dann per Tuffi verschickt. Er durfte nur hoffen, dass Antonio und Bianca mehr Glück als er hatten ...

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Raffaele di San Trovaso

"Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung." - Niccolò Machiavelli, Il Principe


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Sa 4. Mai 2013, 14:17 
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Senator
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Heimat: Città Antica
Haus: Villa di Tesino
Beruf: Botschafter

Senator
Raffaele saß auf dem Heckkastell. Sie lagen nun schon zwei Tage vor Formosa und immernoch keine Nachricht: weder von Bianca noch von Cesare. Es beunruhigte den Nobile, dass er nichts unternehmen konnte. Er mochte es nicht, untätig hier herumzusitzen während andere vielleicht in Lebensgefahr waren. Dann aber wieder - was kümmerte es ihn? Er, als Spross der di Tesino, warum bedrückte ihn das alles? Die Kartenangelegenheit war für ihn doch nur eine Freizeitbeschäftigung gewesen, oder? Oder nicht? Warum machte er das alles?

Raffaele ließ den Blick übers Meer schweifen. Die Sonne ging gerade auf und tauchte die sanften Wellen in ein Orange, gemischt mit tieferen Rottönen. Es war ein atemberaubender Anblick, der Raffaele in tiefes Schweigen verfallen ließ. Nachdenklich saß er da, mit dem seltsamen Gefühl mehreren Leuten die Augen gerettet zu haben. Und noch mehr beunruhigten ihn andere Gedanken. Gedanken nach dem Sinn.

Die Vorkommnisse auf Sardinien hatten ihn doch tatsächlich zum nachdenken gebracht. Auch wenn er ein Herzog war, ein Nobile zugleich, in der Politik eine Rolle spielte, sein Leben genoss und diverse Taten vollbracht hatte - gab es wirklich einen Sinn dahinter? Hatte er ein Ziel? Eine Bestimmung?

Vegetierte er nur vor sich hin?

Düstere Gedanken. Gedanken, die sein Leben so sinnlos erscheinen ließen, ganz und gar ungewöhnlich für einen Renaissancemenschen wie ihn! Und doch konnte er sie nicht abschütteln. Wie ein grauer Schleier legten sie sich um alle anderen Wahrnehmungen, die Raffael hatte.

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Raffaele di San Trovaso

"Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung." - Niccolò Machiavelli, Il Principe


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Do 9. Jan 2014, 22:55 
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Senator
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Beruf: Botschafter

Senator
Dem Duca - pardon, Senator, schließlich befand man sich auf palatinischem Hoheitsgebiet, kam es so vor, als ob Äonen ohne Nachrichten vergehen würden. Weder vom Foscari, noch von Bianca. Man konnte reich wie ein Fugger sein, machtvoll wie ein Borgia, ein Agentennetz von ungeheurem Ausmaß zur Verfügung haben - in einer solchen Situation, wie dieser, in der sich Raffaele gerade befand, nutzte ihm all das nicht. Es quälte ihn, brachte ihn gar um den Verstand, dieses immer gleiche Schaukeln des Schiffs, die Matrosen, der Kapitän, die seltsamen Vogelrufe von der Insel, das Geräusch der Wellen - normalerweise äußerst bekömmliche und für Raffaele wohltuende Erfahrungen, die im Angesicht der Hilflosigkeit jedoch zu verblassen drohten, ins Gegenteil ihrer Wirkung umkippten.

Wie stand es um die Villa? Man war einige Wochen auf See gewesen, das würde doch sicher gereicht haben, um mindestens das Gelände abzusperren? Wie verfuhren Eucrelia und der Rest? Sie wussten ja, dass er am Leben war. Und sonst? Nein, es war zu viel für ihn. Nichts zu wissen war weitaus schlimmer als etwas schlimmes zu wissen! Er brauchte neue Ideen, frische Taten, etwas was ihm Halt im Leben gab.

In seiner Kabine hatte er Machiavellis Fürst entdeckt, eine relativ junge Ausgabe dieses in Europa gefürchteten, wie (von den Herrschern) geachteten Büchleins. Sein Vater hatte ihm früher daraus vorgelesen, als Kind - damals hatte er natürlich die Sprache bewundert, den Inhalt weniger verstanden als mehr zur Kenntnis genommen. Heute natürlich war er sehr wohl unterrichtet und besaß große Kenntnis eben jenes Werkes. Doch nirgends stand, wie man verfahren solle, wenn man auf einem Schiff aushaarte, versteckt in einer Bucht, wartend auf irgend eine Nachricht, ein Lebenszeichen seiner Mitstreiter. Raffaele hätte es ahnen können - auf Menschen war kein Verlass. Deshalb arbeitete er selbst gerne nur mit sich. Man delegierte, man koordinierte, wichtiges erledigte man selbst und man verließ sich nicht auf Zusammenarbeit.


Kapitano Grave ... sagt, wie ist es zur See zu fahren?

Der Kapitän schaut den Senator verwundert an.

Die See? Sehr ... ambivalent!

Wir haben Zeit. Erzählt mir mehr, Kapitän.

Grave weiß nicht, was er denken soll. Der Senator war in den letzten Tagen sehr schweigsam geworden, hatte in einigen Büchern gelesen und die Wellen betrachtet. Man hatte bereits gefürchtet, dass er, nun, gewisse geistige Kompetenzen eingebüßt hatte - schließlich hatte er kaum auf irgend welche Sätze reagiert, starr dagesessen und auch kaum gegessen. Kaum gegessen! In der Tesino-Familie undenklich!

Ich fuhr zum ersten Mal zur See, als ich 14 Jahre alt war. Mein Vater war ein Matrose, ein höher gestellter bei der Marine des Herzogtums, wir fuhren damals von Apulien bis nach Alexandria, ein Diplomat eurer Familie war auf dem Weg, dort ein Kontor eurer Familie aufzusuchen und dann weiter von dort aus ins herz des osmanischen Reiches zu gelangen. Damals waren die Beziehungen zwischen den osmanen und eurem Herzogtum angespannt - man konnte nicht einfach durch die Ägäis segeln...

Raffaele hört der Geschichte des Kapitäns zu und nickt. Dann kam der Kapitän zu seinen eigenen Dienstjahren, erzählte von seinen oft geheimen Fahrten mit der Hermes und Raffaeles Blick schweifte ab - doch sein geist war immer noch beim Kapitän und seinen Worten, was er hin und wieder durch Fragen oder Kommentare bemerkbar machte.

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Raffaele di San Trovaso

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Sa 12. Jul 2014, 11:56 
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Handelsherr
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Schicht: Patrizio
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Handelsherr
*FLATSCH*

Ein merkwürdiger Brei rutscht am Hauptmast ehrab.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Calamari-Kurve
BeitragVerfasst: Sa 12. Jul 2014, 12:05 
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Schicht: Nobiluomo
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Senator
Capitano Grave wird herbeigerufen und nimmt die Tuffi vom Boden. An ihrem Bein ist eine Nachricht angebracht. Noch bevor Grave sie öffnen kann ist bereits Raffaele zur Stelle und nimmt ihm das Schriftstück aus der Hand.

»Eine Nachricht von Signor Foscari...«

Murmelt er, während er die Nachricht öffnet.

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Raffaele di San Trovaso

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