Palatina sul aqua

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 Betreff des Beitrags: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2011, 19:46 
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Dieser in die Bergkette getriebene Stollen ist nur über eine alte, kleine Hütte erreichbar, welche sich wiederum hinter Buschwerk versteckt.
Wer hätte das gedacht...

Und weil der gute Uhrmacher gerade erst am Anfang der Expedition steht, erübrigt sich eine detailliertere Beschreibung zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2011, 20:00 
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Das eher schwache Licht der Fackel warf zuckende, geisterhaft wirkende Schatten auf die Felswände. Diese waren nur sehr grob gehauen, überall ragten spitze Kanten hervor, die Decke war auch nicht überall gleich hoch, und allenthalben traf Lucius auf Spinnweben, nicht selten behütet von der dicken Spinne, die dieses Netz einst spann.
Lucius' Schritte hallten aus der Ferne wieder, beinahe könnte man glauben, eine weitere Person liefe hier durch den Gang, so deutlich und unverzerrt klang das Echo. Hin und wieder schwenkte Lucius die Fackel, aber nie sah er etwas anders als nackten Fels. Es gab auch keine Adern irgendeines wertvollen Metalls oder Gesteins, die einen Grund für die Anlage dieses Stollens geliefert hätten. Es hatte den Anschein, als wäre jemand aus lauter Langeweile auf die Idee gekommen, einen Gang quer durch den Berg zu graben.

Der Stollen zweigte so plötzlich und unvermittelt ab, dass Lucius mit seiner Fackel beinahe vor die Wand gelaufen wäre, als es nach rechts ging. Mit der leeren Hand fing er seinen drohenden Sturz ab, stützte sich an dem vor ihm aufgetauchten Fels ab und bog dann ein, folgte dem Gang nun nach rechts.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2011, 20:07 
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Hier wurde das Laufen beschwerlicher. Während bisher zumindest der Boden einigermaßen eben gehauen war, gab es nun auf Schritt und Tritt Löcher oder Anhebungen, und mehr als einmal geriet Lucius ins Straucheln. Dazu verengte sich der Stollen, als sei dem Gelangweilten die Puste ausgegangen und hätte er nur so knapp und grob wie möglich weitergebuddelt. Außerdem wurde die Luft zunehmend schlechter, sie müffelte nach fauler Socke in Magerquark abgestanden und ein wenig nach Fäulnis. Tiefe Atemzüge waren dem Uhrmacher nicht mehr möglich.
Weiterhin gab es hier nichts zu sehen. Keine Abzweigung, keine Gesteinsadern. Nur scheinbar endlos langer Stollen. Nach der Erfahrung gon gerade eben schwenkte er die Fackel nun aber nicht nur zu den Seiten, sondern auch so weit nach vorn, wie seine Armlänge es zuließ.


Herr im Himmel, wie lange zieht sich dieser Stollen denn noch hin?

stöhnte er nach einer Weile und zog einen der anderen Äste hervor. Diesen entzündete er an dem bisherigen, beinahe abgebrannten, welchen er dann zu Boden warf und das letzte Glimmen austrat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: So 25. Sep 2011, 19:41 
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Mit jedem Schritt wurde Lucius zögerlicher. Es konnte doch nicht sein, dass dieser Stollen ohne einen ersichtlichen Grund so tief in den Berg getrieben worden war! Lange würde er dem Gang jedenfalls nicht mehr folgen, zumal der Sauerstoffgehalt der Luft hier zunehmend abnahm, er müde wurde davon und unkonzentriert.
Er kam sich vor wie ein Taucher, dem langsam und ganz allmählich die Luft ausging und der dennoch tiefer tauchte.

Lucius wusste nicht, zum wievielten Male er die Fackel gerade schwenkte, als sich ihr Licht vor ihm in Schwärze verlor. Nicht wie bisher, dass nur nach vorne nichts weiter zu sehen war, nein, auch zu den Seiten reichte das Feuer nun nicht mehr. Stattdessen echote sein Schritt nun lauter. Hier hatte eine Veränderung im Stollen stattgefunden. Offensichtlich war er in einem größeren Raum gelandet.


Ich glaube es nicht. Da folgt man stundenlang einem verlassenen, unbekannten Stollen, überlegt gerade, wann man umkehrt, und gleich stoße ich wahrscheinlich noch auf ein Skelett. Am besten von demjenigen, der den Gang hier gegraben hat.

Anstatt die Fackel nur nach links und rechts zu halten, ging er nun auch ein Stück mit. So fand er heraus, dass der Raum dreimal so breit war wie der Gang zuvor - auch wenn das nicht viel hieß. Hier konnten vielleicht vier Männer nebeneinander stehen.
Nach oben hin war noch weniger Luft. Lucius reckte den Kopf in Richtung Decke und die Fackel langsam höher, während er einen Schritt nach vorne machte.
Unter ihm knirschte es.
Er sah derart ruckartig wieder auf den Boden, dass ein leises Knacken aus seinem Nacken zu vernehmen war, und zog die Lichtquelle nach.


Ein Skelett. Mir bleibt auch wirklich nichts erspart, was typisch ist für ein solches Abenteuer.

Komplett waren diese menschlichen Überreste, die sein Fuß so unerwartet gestört hatte, nicht mehr. Vermutlich waren einige Knochen bereits verrottet. Der Schädel jedenfalls war noch ganz und grinste den Uhrmacher von unten aus an.

Tag auch. Er nickte dem Schädel zu, ließ ihn dann aber links liegen und folgte der Wand neben ihm weiter zur anderen Seite des Raumes.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: Mi 28. Sep 2011, 12:22 
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Dieser Raum schien das Ende des Ganges zu sein, denn es gab keinen weiteren Durchgang. Im Gegenteil fiel die Wand sehr steil ab, allerdings genauso uneben wie zuvor.
Auf dem Boden stand eine Art steinerner Sarkophag, eine längliche Kiste mit Deckel. Es gab keine Verzierungen, aber der Deckel lag passgenau auf.
Hinter diesem Sarkophag hing ein Tuch von der Decke. Ob es tatsächlich so dunkel war wie es schien oder nur durch das schummrige Licht so wirkte, vermochte Lucius nicht zu sagen. Als er die Fackel näher an das Tuch hielt, erkannte er allerdings eine Art Muster oder etwas anderes, auf jeden Fall weitere Farben und Formen.


Und jetzt…?

Unentschlossen, ob er den Sarkophag wirklich öffnen sollte, rammte er die Fackel in den Boden. Dann stellte er sich vor den augenscheinlichen Sarg, legte die Hände an den Deckel und versuchte ihn anzuheben.
Es ging leichter als erwartet, auch wenn er beim ersten Versuch abrutschte. Dann aber schaffte er es, den Sarkophag eine Handbreit zu öffnen. Er strengte sich noch etwas mehr an, und schließlich polterte der Deckel unter lautem Rumpeln zu Boden.


So geht es natürlich auch.

Er nahm die Fackel wieder und hielt sie über den Sarg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Stollen in einem Berg
BeitragVerfasst: Mi 28. Sep 2011, 20:07 
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Als erstes fiel Lucius ein Beutel ins Auge. Offensichtlich war der aus hochwertigem Material, denn er sah alt aus, war aber nur an wenigen Stellen kaputt. Neben diesem Säckchen lag ein Buch. Das musste das versprochene letzte Tagebuch sein.
Lucius steckte die Fackel zwischen den herabgefallenen Deckel und die Truhe und nahm dann den Rucksack ab. Zunächst hob er den Beutel an. Ein leises, metallisches Klimpern war zu vernehmen, bevor er im Rucksack verschwand. Dann legte der Uhrmacher das Buch ganz behutsam oben auf.


Jetzt dieses Tuch.

Vorsichtig kletterte er auf den Sarg, um an die Befestigung des Tuches heranzukommen. Diese löste er und wickelte das blaue Banner ein. Dabei wurde eine ordentliche Portion Staub aufgewirbelt, sodass er den Kopf zur Seite drehte.

Ähä...

Danach verstaute er auch das Tuch, schulterte den Rucksack wieder.

Hier gibt es wohl nichts interessantes mehr.

Mit der Fackel in der Hand machte sich Lucius auf den Rückweg.

-> Frischluft!

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