Palatina sul aqua

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 Betreff des Beitrags: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 3. Aug 2011, 13:14 
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Liebhaber der Gezeiten
Die Bucht gen Porto Vecchio

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Musikalische Untermalung


Malerisch liegt diese Bucht dar, beschreibt einen sanften Bogen, der sich zum Festland hin öffnet. Die leichten Wellen des kristallklaren Wassers schieben sich auf den Sand, ziehen ihn mit sich fort, um ihn im nächsten Zug wieder aufzuschieben. Einige Schritte hinein in die Insel fehlt es an jeglichem Bewuchs, liegt Besuchern der Insel lediglich ein Strand offen, wie er [strike]in Monkey Island[/strike] im Bilderbuch steht.
Dass es jedoch kaum Besucher gibt, zeigt sich, sobald man sein Boot vertäuen möchte: Es gibt keine Stege, nicht einmal in den Boden getriebene Poller. Stattdessen muss man sein Boot schon über den Sand auf die Insel ziehen, damit es nicht von den Wellen wieder mitgerissen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mo 5. Sep 2011, 16:35 
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Liebhaber der Gezeiten
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Ganz wie Carlo es gesagt hatte, wurde das Boot von der Strömung langsam in die Bucht der Insel getrieben, die wohl nur selten ein Mensch zuvor betreten hat.

Signore! Wir haben es nach Formosa geschafft!

Ich sehe es. gab Lucius zurück, der auf die Insel sah. Es war zwar schon spät, aber um diese Jahreszeit blieb es noch recht lange hell, sodass sich die Konturen Formosas deutlich vom umgebenden Meer abhoben.

Eine Weile später kam der stete Vorwärtsdrang des Bootes ins Stocken, und man konnte ein Knirschen vernehmen. Ein wenig Sand spritzte am Bug auf, und Lucius sprang heraus.


Kommt Ihr? rief er dem Naturforscher hinterher.

Sofort. Dieser kletterte etwas umständlich aus dem Boot, weil er Angst hatte, ins Wasser zu geraten und zu ertrinken.
Dass das Meer hier höchstens noch knöcheltief stand, schien für ihn da keinen Unterschied zu machen.
Gemeinsam zogen sie sodann das Boot tiefer an Land, um zu verhindern, dass es wieder fortgerissen wurde.


-> Der erste Abend

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 21:53 
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Liebhaber der Gezeiten
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Liebhaber der Gezeiten
Das Boot trieb im Wasser der Bucht, rührte sich nicht vom Fleck. Momentan war das Wasser ruhig, weshalb die Insassen ohne zu rudern nirgendwo hinkommen würden.
Lucius fühlte gewisse Bauchschmerzen, ohne zu wissen, woher die so plötzlich kamen.


Ich weiß nicht... Irgendwie möchte ich auf einmal lieber auf Formosa bleiben. *

Warum dass denn?

Ach, vergesst es. Nur so eine Spinnerei.

Er packte eines der provisorischen Ruder und begann zu paddeln. Da Carlo nicht sofort mitmachte, führte das im ersten Moment dazu, dass sie sich ein Stückchen im Kreis drehten.

Nun macht schon!

forderte Lucius ihn auf. Der Pflanzenkundler nahm sich das andere Ruder, legte es in die dafür vorgesehene Halterung an der Bootswand und fand sich nach einigen Schlägen in den Rhythmus des Reisegefährten ein.

Auf nach Porto Vecchio - auf nach Hause!

rief Lucius nach einem letzten Blick zurück auf die Insel. Von hier aus waren die Klippen nicht zu erkennen.



Anmerkung hat geschrieben:
* Dass die Buchstaben falsch eingezeichnet, ja, spiegelverkehrt waren, war natürlich gänzlich beabsichtigt.
Wenn ich diesen Wappenkönig in die Finger kriege!


-> Immer dieses Fachchinesisch

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 11:08 
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Handelsherr
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Handelsherr
Die beiden sitzen bereits seit einer halben Stunde im Boot. Cesare sitzt auf der mittleren Bank und rudert durch die Wellen, welche sich gegen die Küste drängen. Sie haben die Calamari-Kruve hinter sich gelassen, und vor kurzem die Hügel an der nördlichen Spitzen passiert. Der Foscari hält sich jedoch an der Ostseite der Insel, um nicht zu früh in die Straße von Formosa einzukehren, die zwischen den Klippen und der Insel liegt. Das Gepäck ist unter der Bugbank verstaut, Liana sitzt am Heck, ihm gegenüber. Der Wind ist abgeflaut, man hört nur das Rauschen der Wellen, kann die Wälder Formosas und die unberührte Natur beschauen.

Beide waren nicht sehr gesprächig. Cesare hat mittlerweile seine eigene Theorie dazu. Allerdings verbietet es die Vernunft, es offen zu äußern. Jedoch muss selbst der Löwe zugestehen, dass es auf Dauer belastend sein könnte, wenn man bereits nach einer halben Stunde so verfahren würde, und man noch eine gute Distanz zu rudern, und Meilen zu reisen hatte. Palatina war weit.


Da wir unter uns sind... und jeder von uns beiden auf eienr Insel festsäße, wenn wir von Bord gingen, wäre jetzt der passende Moment es zu sagen, wenn etwas Euer Herz beschwert.

äußert er auf sanfte Art

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 12:38 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Liana bemüht sich die ganze Zeit über, den Foscari nicht allzu genau anzusehen. Nicht, dass sein Anblick vom Äußerlichen her abstoßend gewesen wäre, aber er war immerhin der Mann,dem sie zu verdanken hatte, dass ihr Leben sich innerhalb kürzester Zeit so radikal geändert hatte, wo sie doch gerade gehofft hatte, etwas Stätigkeit gefunden zu haben, wo sie gerade begonnen hatte, sich zugehörig zu fühlen,auch wenn die Menschen um sie herum beinahe alle völlig verrückt gewesen waren und sich benahmen, wie eine Horde Kinder, auf die man ständig aufpassen musste. Sicher traf ihn nicht die alleinige Schuld, doch sie hatte ihn auf dem Schiff nicht zum ersten Mal gesehen und er hatte sich nicht gerade ihre Sympathie verdient, als sie ihn das erste Mal beobachtet hatte.

Sie war nicht sonderlich erpicht darauf, mit ihm zu sprechen, doch das Schweigen war belastend...auf eine ungewöhnliche Art.
Als er sie jedoch nach einer erneuten längeren Periode des Schweigens anspricht, fährt ihr Blick zu ihm,ehe sie ihr Gesicht unter Kontrolle bringen kann. Ihre Augen sind leicht verengt, die Mine kalt und misstrauisch. Nur für ein paar Sekunden, bevor sie eine gleichgültige Maske aufsetzen kann, doch es ist ihr klar, dass der Mann ihr gegenüber dies nicht einmal übersehen hätte, wenn er zur Seite geblickt hätte.


Wie kommt Ihr darauf? Und vor allem....wieso schert Ihr Euch um mein Befinden? ihr Tonfall ist nicht feindselig, nicht kalt, nicht provokant- was sie selber überrascht. Ihre Stimme ist leise, ruhig. Als wäre sie gerade aus einem Traum gerissen worden.

Was war das für ein Mann,den sie nicht einschätzen konnte...noch weniger als Hector. Im einen Moment schien er ernst zu meinen, was er sagte, im Nächsten war es geradzu offensichtlich, dass er spottete oder etwas überspielte. Sie hatte das Gefühl, ihm nicht vertrauen zu können, selbst wenn sie ihm unter anderen Umständen kennen gelernt hätte.

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Auf den Meeren sind wir ewig
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 12:49 
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Handelsherr
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Handelsherr
Vermutlich... weil wir ab jetzt im selben Boot sitzen?

kann er eine leichte Ironie nicht überspielen, da es geradezu offensichtlich ist, was sie erwartet, lässt dabei den Blick vielsagend von den beiden Relingsseiten zum Ruder schweifen. In solchen Momenten hörte er sich wie Ottavio an, und es gibt ihm zu denken, dass ihm mit dem Neffen doch mehr verbindet, als er bisher glaubte. Und wie Ottavio handelte es sich bei den Aussagen um Worte, die man vielleicht als provokativ auffassen konnte, im Kern jedoch der Wahrheit entsprachen. Obwohl er das Thema nicht anreißen wollte, so sieht er sich nun doch gezwungen, in diese gefährlichen Gewässer zu manövrieren wie ein venezianisches Handelsschiff in osmanisches Korsarengebiet. Bevor er ejdoch einen Schuss abgibt, bedient er sich der Wendemöglichkeiten der Löwenphilosophie.

Glaubt Ihr daran, dass die Menschen vom Schicksal hin- und hergeworfen werden, oder dass sie Herren ihrer Taten sind? Und wenn ihr an eines dieser Dinge glaubt - was denkt Ihr, weshalb Ihr an Bord der Hermes ward, und nicht bei Semifreddo an Deck, bei Euren Piraten - oder nun im Gefängnis?

spricht er weiterhin in der ruhigen Tonart, die er bereits eben angebrochen hatte. Ihre Kühle irritiert ihn nicht, stattdessen nimmt er dies als Ansatz, etwas Wärme in die Stimme zu legen, um das Eis aufzutauen.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 13:52 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Liana ist sich nicht sicher, was sie denken soll. Zwar bewahrt sie das ausdruckslose Gesicht, doch in ihr scheinen sich verschiedene Gefühle einen erbitterten Kampf zu liefern.
Sie wollte diesen Mann hassen, auch wenn sie nicht wusste, warum. Sie spürte etwas wie eine Sperre in sich, wenn sie versuchte, den Fremden zu verstehen. Sie wollte nicht freundlich zu ihm sein, doch genau so wenig war es ihr danach, ihn vor den Kopf zu stoßen, sie wollte schweigen und doch verlangte es sie nach einer anderen Stimme, sie wollte weg von allem,was hinter ihr lag...und doch auch zurück.
Und neben alledem schien sich eine seltsame Müdigkeit in ihr auszubreiten. Sie erfasste nicht die Glieder oder die Augen- nicht einmal den Verstand...aber den Willen und die eigene Klarheit.

Als sie seine Worte vernimmt, lächelt eine Art inneres Gesicht in ihr spöttisch.
Ja, oder weshalb ich nicht mehr bei meiner Familie bin, in meiner Heimat, bei den Leuten, die mich geliebt haben. Warum bin ich nicht zu einer Bäuerin geworden, oder zu einer Edeldame? Zu einer Spinnerin, oder Bäckerin, wie es angesehene Berufe waren?
Doch davon sagt sie nichts. Statt dessen blickt sie dem Foscari in die Augen- ihre eigenen noch immer abweisend.


Ich glaube nichts von beidem. Zumindest nicht vollständig. Ich glaube, es gibt Dinge, die in unserem Leben für uns vorgesehen sind...bestimmte Stationen, wie Eckpunkte, die man braucht, um etwas zu zeichnen. Was dazwischen geschieht, entscheiden wir selbst und manchmal können wir durch unsere Handlungen einen der Punkte abändern oder umgehen. Andere aber ziehen den Stift unserer Handungen wie magisch an und sind unumgänglich. Es ist dann unsere Aufgabe, zu entscheiden, wie wir damit umgehen, ob- und wie wir weitermachen...sie spricht ernst, tut ihre tatsächliche Meinung kund und lässt für sich kein philosophisches Geschwafel zu.
Diese Sache war ihr dafür zu ernst.
Ihr Blick schweift über das Wasser.


Und ich glaube, dass die Ereignisse der letzten Zeit in einen Raum zwischen zwei Punkten fielen...nur habe ich anscheinend nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Bei diesen letzten Worten sieht sie ihn wieder geradeheraus an und kann einen anklagenden Blick im letzten Moment unterdrücken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:04 
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Handelsherr
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Handelsherr
Cesares Mundwinkel heben sich. Das war zwar nicht genau jene Art der Löwenphilosophie, der er folgte, doch bereits sehr, sehr nah dran. Im Gegensatz zu ihr hat er kein Problem, sie anzusehen, nickt ihr zu, als hätte sie eine sehr interessante Antwort gegeben, die ihn zufriedenstellt.

Gut. Wenn das allein Eure Gedanken sind, so frage ich Euch dann, woher Euer Unmut stammt. War es das Schicksal, dann gibt es keinen Grund dazu, denn jenes kann man nicht ändern. Macht Ihr Euch selbst für Eure Situation verantwortlich, so solltet Ihr Gedanken an eine Besserung verschwenden. Die tritt allerdings nicht ein, wenn Ihr mich jetzt innerlich für alles anklagt. Weder habt Ihr auf die Hermes zurücklettern, noch habt Ihr Euch je einer Piratenbande anschließen müssen. Wenn Ihr das aus freier Entschiedung getan habt, so müsst Ihr auch die Konsequenzen tragen.

So geht es auch mit den Leuten Eurer ehemaligen Mannschaft. Jener, der bei Euch war, trägt genauso Konsequenzen für seine Handlungen.

senkt er die Augenbrauen, nicht in Zorn oder Gram, sondern mit Ernst, der ihr klarzumachen sucht, dass nicht er den Stein geworfen hat, sondern Hector.

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:28 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Sie bleibt ganz ruhig, doch ein Hauch von Spott schleicht wieder durch ihre Gedanken, als sie seine Ansichten vernimmt.

Woher mein Unmut stammt, Signor?
Ich denke, ganz einfach aus der tatsache, dass ich die Dinge nicht so betrachte, wie Ihr. Das Schicksal sieht aus jedem Blickwinkel anders aus, selbst wenn mehrere Menschen auf den gleichen Punkt treffen. Ihr könnt aus Eurer Sicht sprechen. Was geschehen ist, könnt Ihr für Euch mit einer sachlichen Abhandlung bearbeiten.
Ich jedoch habe einen anderen Standpunkt, einen anderen Blickwinkeln und bin anders in diese Situation eingearbeitet, als Ihr.
Sicher könnte auch ich in kalter Präzision darüber nachdenken, aber ich kann und will gewisse Gefühle nicht unterdrücken.

Werdet Ihr von einem Schwert verwundet, so könnt ihr den Schmerz der Verletzung vielleicht ignorieren, aber er ist trotzdem da. Ignoriert den Schmerz, sowie die Verletzung weiterhin und die Wunde wird sich entzünden und schlimmer werden, bis Ihr ihr endlich Aufmerksamkeit schenkt.
Ich habe nicht vor, die Brandmarken zu ignorieren. Beschäftigt man sich mit einer Verletzung, hat man die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen...dieser letzte Satz hat einen anderen Klang, als die Vorangegangenen, die wie eine aus ihrer Sicht ausgesprochene Tatsache klangen. Ihre letzten Worte sind lebendig...auf eine undefinierbare Art, wenn man das leise Glimmen in ihren Augen nicht zu deuten vermochte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:39 
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Handelsherr
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Handelsherr
Ihr verwechselt eine Sache, Signora. Eine Wunde zu verbinden ist etwas anderes, als den Schmerz zu bejammern. Das Erste ist vernünftig, das Zweite ein unnötiges Lamentieren.

stellt der Foscari fest

Ja, ich betrachte die Angelegenheit nüchterner. Ich kenne Tortonese seit über zwanzig Jahren. Ich war in Eurem Alter, als er mir bereits die Klinge ans Haupt legte. Im Gegensatz zu den Dutzenden davor hatte ich das Glück - oder: Schicksal - davonzukommen.

greift er den Punkt nochmals auf, gibt einen kräftigeren Schlag mit den paddeln von sich, als leistete er daran die Gefühle ab, die er jetzt nicht hochkommen lässt

Ein anderer Blickwinkel. Der stände Euch auch besser. Im Gegensatz zu Anderen hat er Euch niemanden durch seine Klinge genommen. ich spreche nicht von mir. Aber von anderen, die heute nicht mehr da sind, um Ausgleich zu fordern - weil er sie ebenfalls auf dem Gewissen hat.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:47 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Glaubt mir, ich kann sehr gut für mich feststellen, ob ich den Schmerz bejammere oder ob ich mich mit ihm befasse. Dafür habe ich genug Erfahrung mit Verletzungen. Wieder sind ihre Worte kalt wie Eis.


Und dieses Mal funkelt ein Hauch von Verachtung aus ihrem Blick, als sie den Foscari anblickt, während sie ihm antwortet.



Es ist mir gleichgültig, was er getan hat!
Ich habe ihn als eine Person kennen gelernt, Ihr ihn als eine andere.
Wenn es Euch recht ist, beurteile ich Menschen nach meinen Eindrücken über sie und nicht für Dinge, die sie in der Vergangenheit getan haben.
Ein anderer Blickwinkel würde mir besser stehen?
Ich sage Euch; ein anderer Blickwinkel von meiner Seite wäre eine Lüge und ich werde mir von Euch kein vorgefertigtes Gericht servieren lassen, Signor...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 14:59 
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Handelsherr
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Handelsherr
... Foscari.

führt Cesare zu Ende, so, als hätte Liana nach seinem Namen gesucht

Ihr wollt also behaupten, niemals, nicht nur eine Sekunde lang irgendwelche Gedanken besessen zu haben, die Zweifel an Eurem Kommandanten aufkommen ließen? Nicht einmal, als seine Klinge zerstört worden war?

entsinnt sich der Foscari sich selbst dieses Vorfalls. Die Szene am Triumphbogen hatte er noch sehr gut in Erinnerung - und auch, dass es dort beinahe zur Konfrontation gekommen wäre, die Hector durchaus angefacht hatte. Er hatte ihn und Dandolo gestellt, nicht anderherum. Aber nun ja, woher sollte diese Piratin auch schon davon wissen? Wenn sie nur Befehle ausgeführt hatte.

Aber Ihr habt Recht. Euch hat die Vergangenheit Eures Vorgesetzten Euch sicher nicht interessiert. Das ist wohl so üblich auf Piratenschiffen, weil jeder seine Geheimnisse hat.

wirkt er verständnisvoll und so, als ließe er das Thema doch besser fallen. Liana hatte ja selbst egsagt,d ass sie kein Interesse daran hätte.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:09 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Nein, das behaupte ich nicht. Doch meine Zweifel waren anderer Natur und ich habe sie nicht über meine Intuition gestellt.
Weshalb sollte ich an ihm gezweifelt haben, als er mir die Bruchstücke seiner Waffe zeigte? als ich sie einsammelte und zurückbrachte, wohl eher...
Ich habe ihn nicht danach gefragt, was geschehen ist und ich musste es auch nicht wissen, um weiterhin auf dem Schiff zu leben, wie zuvor.

Und ich muss Euch gestehen, dass meine Zweifel bezüglich Euch mir bei Weitem mehr zu schaffen machen, als die an Hector. Sie nutzt ganz bewusst diesen Namen- wenn auch nicht aus einem bestimmten Grund.

Natürlich hat jeder seine Geheimnisse. Manche haben sie, um Eindruck zu machen, manche, um sie zu erzählen und wieder andere Besitzen ihre gehimnisse, um neu anzufangen oder einfach nur, um sich zu schützen.

Dieser Mann war älter als sie, sicher. Zweifellos hatte auch er seine geheimnisse, doch es schien ihr, als gäbe es einige Dinge, die er nicht verstehen konnte...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:17 
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Handelsherr
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Handelsherr
Ich bin nicht so töricht als mir nicht zu denken, dass Ihr wüsstet, wie man eine Waffe führt. Und Ihr dürftet gesehen haben, dass diese Klinge auf eine ganz besondere Weise zerstört wurde - nämlich von einer anderen Eisenklinge. Und wie jeder gute Fechter dürftet Ihr wissen, dass das nicht möglich ist. Gäbe es tatsächlich eine Person, die das könnte, so wäre sie nahezu unbesiegbar.

Zweifel hätten Euch aufkommen müssen, mit was für Männern sich Tortonese anlegte. Nämlich mit welchen, die sicherlich keine Piraten sind, und weitaus anderem Kaliber zuzurechnen.

rekapituliert er ohne dem gespräch besondere Bedeutung zukommen zu lassen, geht er doch davon aus, dass sich die Piratind as alles selbst dneken konnte, und ihn nur testete - oder herausforderte

Zweifel an mir? Und welche sollten das sein?

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:28 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Hätten mir da tatsächlich Zweifel aufkommen müssen? Nun, in diesem Falle muss ich Euch nicht einmal enttäuschen, ich habe mir Gedanken darüber gemacht...wenn auch nicht in Form von Zweifeln.
Und leider war in den Tagen nach dieser nacht an Land nicht mehr allzu viel Zeit, um in aller Ruhe einen kleinen Plausch zu führen.

Sie blickt den Foscari an und verkneift sich dabei ein winziges lächeln, dass ansonsten um ihren Mund gespielt hätte.

Welche das sein sollten? ahmt sie eine ahnungslose Tonlage deutlich nach, bevor ihre mine sich versteinert.

Zum Beispiel, die Tatsache, dass Ihr so viel über die geborstene Klinge Hectors wisst, wo Ihr sie doch kein einziges Mal gesehen haben dürftet!

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:45 
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Handelsherr
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Handelsherr
Weil mein alter Mentor dieses Kunststück vor meinen Augen fertigbrachte. Bei uns gilt es als größere Kunst den Feind zu entwaffnen, statt ihn zu töten. In diesem Falle hat er Perfektion erreicht.

fasst Cesare zusammen, hebt die Augenbraue

Ist das nicht offenbar, wenn er und ich uns bereits so lange kennen? Er jagt uns, wir jagen ihn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:50 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Nun gestattet sie sich doch ein leichtes Lächeln.

Dann könnt Ihr Eure Frage nach meinen Zweifeln Euch bezüglich wohl kaum ernst gemeint haben, oder?
Denn inzwischen solltet Ihr bemerkt haben, dass ich Hector als Hector sehe...und nicht als Euren Tortonese.

Eine winzige Spur von Erleichterung scheint sich in ihr breit zu machen...vielleicht war es doch nicht ganz schlecht gewesen, auf dieses Thema einzugehen. Es würde Klarheit bringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:52 
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Handelsherr
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Handelsherr
Dann werdet Ihr wohl sicherlich wissen, weshalb er sich diesen Namen selbst gegeben hat, nicht wahr?

nimmt er den ball auf - und donnert ihm gleich einem Aufschlag im Ballspiel plötzlich zurück

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 15:59 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
sie fängt das Geschoss lässig ein und dreht es ohne Hast zwischen den Fingern, wo sie es betrachten kann. Ein Rückpass ist völlig unnötig.

Und das Lächeln auf ihrem Gesicht nun echt und freundlich.


Es gäbe zwei Möglichkeiten, wobei eine in die andere hineinspielt und von uns beiden kann keiner Wissen, welche dieser Möglichkeiten den Ausschlag gegeben hat.
Aber wenn er damit beabsichtigte, ein neues Bild zu schaffen, so hat er es anscheinend geschafft.

Und ich kann Euch versichern.....er hat sich nicht einfach eine Maske aufgesetzt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bucht
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 16:08 
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Ihr denkt viel zu kurz. Eure Antwort ist nämlich schlicht und ergreifend: Nein. Meine Frage dagegen rein rhetorisch.

gibt er sich amüsiert, wie Liana versuchtm, trotz allem souverän zu bleiben. Er zeigt die Zähne, da er den kampfgeist schätzt, lehnt sich etwas beim Rudern zurück, schaut zum Himmel.

Der Grund ist, dass er in der Zeit, als er sein Unwesen trieb, keinen Namen mehr trug. Auch ich erfuhr ihn eher aus Glück denn aus WIllen. Erst das gab uns aber auch die Möglichkeit, nachzuforschen. Normalerweise vertraute ich das keinem an; selbst meine engsten Mitstreiter aus damaliger Zeit habe ich im Unklaren gelassen. Denn das Wissen über "Hectors" Herkunft, seinen doppelten Wandel, das ist mir alles kein Rätsel. Tarquinio hatte schließlich zwanzig Jahre danach Zeit, um zu recherchieren. Die Familie Tortonese ist nicht irgendwer.

er sieht sie gespielt von der Seite an

Ein piemontesisches, nobles Adelsgeschlecht, das uns selbst lange Zeit gedient hat. Hectors Vater war eine ehrenhafte Gestalt, die mit meinem alten Meister kämpfte.

Beim Gedanken an den alten Streiter für Savoyen erscheint Cesare heiter, froh, ja fast berührt von dieser Persönlichkeit; und doch verdüstern sich seine Winkel im nächsten Augenblick, fallen ein. Nicht aus Abscheu, sondern einer gewissen Art der Enttäuschung, des Bedauerns.

Dass wir seinen Sohn "Assassino" oder "Schlächter von Genua" nannten, hatte rein praktische Gründe, da wir seine Identität nicht kannten.

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