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Frage
Von wem stammt das berühmte palatinische Sonett "Dantino, die Tomate"?:
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Die letzten Beiträge des Themas - Die "eisernen" Felsen und Klippen
Autor Nachricht
  Betreff des Beitrags:  Re: Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
Schließlich öffnete Lucius die Augen wieder, setzte sich aufrecht. Irgendwie war er traurig. Nein, nicht traurig. Melancholisch traf es besser.

Wo kam eigentlich plötzlich diese sentimentale Musik her?

Er atmete hörbar aus, klopfte dann mit den Händen auf den Boden und stand auf. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass es Zeit war, aufzubrechen.
Schade. An diesem Ort hätte er gerne noch mehr Zeit verbracht. Nach einem letzten Blick auf die Möwe, die ihr Abendessen beendet hatte, machte er sich auf den Weg nach unten.

Er würde wiederkommen.


-> Aber jetzt erstmal Coming home
Beitrag Verfasst: Fr 30. Sep 2011, 19:49
  Betreff des Beitrags:  Re: Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
Als er gerade sechs gewesen war, hatte ihn sein Vater einmal mitgenommen auf eine Handelsreise in die Stadt Bridlington im Osten Yorkshires, an der Küste zur Nordsee. An einem freien Abend waren sie in das Umland der Stadt gewandert, und hatten dort eine Klippe gefunden, die ebenso wie diese hier auf Formosa ein natürliches Plateau besaß und einen weiten Blick auf die Nordsee bot.
Lorenzo hatte ihm einiges erzählt über seine Arbeit, über York, England, das Meer und die Möwen. Über Schiffe. Über seinen großen Traum, eines Tages auch außerhalb Englands Geschäfte machen zu können. Und über den Grund, weshalb er einen italienischen Namen trug, obwohl doch schon seine Eltern und Großeltern aus York kamen.
Hier auf dieser Klippe fühlte sich Lucius dem damaligen Sonnenuntergang wieder ganz nah. Ruhe. Kein Mensch in der Nähe, der ihn hätte stören können. Das weite Meer, die Möwen. Vermutlich war das der Grund, warum ihm gerade hier und gerade jetzt so viele Gedanken an England kamen.
Ihn überkam ein Heimweh, wie er es zuvor nicht gekannt hatte. Sicher, es war noch gar nicht so lange her, dass er schon einmal nach York gereist war, weil er sich wieder dorthin gezogen gefühlt hatte. Dennoch - heute war es ein Heimweh, das einen Mann dazu bewegen konnte, Italien für immer zu verlassen und zurückzukehren in die Heimat.

Mit einem Seufzen ließ er sich aus dem Sitzen auf den Rücken fallen, breitete die Arme aus und schloss die Augen. Natürlich konnte er nicht einfach so gehen und alles zurücklassen. Hier hatte er seine Familie, seine Freunde, ein gut laufendes Geschäft. Dort hatte er niemanden außer dem ehemaligen Gesellen Lorenzos Werkstatt, Robin, der die Uhrmacherei mittlerweile führte. Er wusste nicht, ob seine Mutter noch lebte oder seit seinem letzten Besuch verstorben war. Ansonsten kannte er niemanden mehr sicher.

Formosa als kleine Insel im Mittelmeer war so ganz anders als England, und dennoch bescherte es Lucius Erinnerungen an längst vergessene Situationen. Und er war froh, dass dieses Eiland hier so gut wie nie besucht wurde. Dass es noch beinahe vollkommen unberührt war, half bei der Entstehung solcher Momente.
Gleichzeitig graute Lucius davor, dass die Leute irgendwann erkennen könnten, dass Formosa eine willkommene Alternative zu den Sommers immer üverfüllten Stränden Porto Vecchios sein könnte, und in Scharen hier her kämen.
Beitrag Verfasst: Fr 30. Sep 2011, 19:32
  Betreff des Beitrags:  Re: Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
Erst nachdem die Sonne noch ein gutes Stück weiter gewandert war, konnte sich Lucius losreißen. Er hatte die Zeit genutzt, um nachzudenken. Über diese ganze lange Suche nach den Tagebüchern, die er nun hoffentlich beendet hatte, aber auch über sich selbst, seine Arbeit. Über früher. York. Die Werkstatt seines Vaters.
Lucius war ein Grübler geworden. Schon unten in dem Raum unter dem Meerhuus hatte er lange nachgedacht, und selbst davor hatte er sich immer wieder dabei ertappt, zu grübeln über alles, was passiert ist, und welche Kosequenzen dies haben könnte.
Je älter er wurde, desto mehr erkannte Lucius seinen eigenen Vater in sich wieder. Äußerlich sah er ihm zwar kaum ähnlich, aber auch Lorenzo war schon immer jemand gewesen, der den ganzen Tag damit zubringen konnte, sich zu überlegen, was gut war an seinen Taten, was nicht, und was das für ihn bedeuten konnte.
Überhaupt war er ein sehr stiller Zeitgenosse gewesen. Hatte kaum jemals das Wort an jemanden gerichtet, und wenn, dann wählte er seine Worte zuvor immer mit Bedacht.

Eine Möwe schoss vom Himmel herab, tauchte zielgerichtet ins Wasser ein, und schnellte wieder hervor, noch ehe die Wogen sich wieder geglättet hatten - mit einem zappelnden Fisch im Schnabel. Sie flog einen Bogen, in dem sie zum Landen ansetzte, und setzte sich auf da Plateau keine zwei Schritte von Lucius entfernt. Dort legte sie den Fisch ab und begann, ihn zu verspeisen.

Der Uhrmacher hatte das Tier die ganze Zeit über beobachtet. Vom Eintauchen in das Meer bis jetzt. Nun setzte er sich auf den felsigen Boden, konnte die Augen nicht abwenden. Es erstaunte ihn, mit welcher Präzision es bei der Zerlegung des Fisches vorging.
Beitrag Verfasst: Fr 30. Sep 2011, 19:10
  Betreff des Beitrags:  Re: Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
-> Passende Atmosphäre

Der Aufstieg war ihm nicht immer leicht gefallen, und so war eine Weile vergangen, bis Lucius endlich oben auf einem der Klippen angekommen war. Diese besaß keine Spitze, sondern war recht eben, wie ein naturgeschaffenes Plateau. Beinahe erwartete man, eine Bank vorzufinden, auf die man sich setzen und von der man einen Blick auf das Meer genießen konnte.
Es gab natürlich keine, aber das machte nichts. Lucius trat bis auf einen Schritt Länge an den Rand der Klippe. Hinabzuschauen traute er sich nicht, aber auch der Blick in die Ferne war atemberaubend genug. Während ihm ein sanfter Wind in das Gesicht blies, durch seine Haare wehte und an manchen Stellen unter die Kleidung fuhr und diese ein wenig aufblähte, schaute der Uhrmacher ohne ein bestimmtes Ziel auf das Meer hinaus.
Die Sonne schien von der Seite, weshalb er eine Hand neben das Auge hielt. Viel zu sehen gab es freilich nicht. Unter ihm die Ausläufer der Klippen, Felsen in der Brandung. Dahinter nur Wasser. Meer, soweit das Auge reichte, kleine Wellen, die sich mit majestätischer Langsamkeit hoben und wieder senkten, unter ihm rauschend gegen das Land klatschten und zurückfuhren. Einige Möwen, die über Lucius' Kopf ihre Kreise zogen und kreischten, rundeten dieses Bild ab.
Ein malerisches Bild der Ruhe, Unberührtheit und Entspannung.
Beitrag Verfasst: Fr 30. Sep 2011, 17:31
  Betreff des Beitrags:  Re: Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
Das Gelände wurde felsiger und steiler, der Bewuchs spärlicher, je näher Lucius den Klippen kam. Mittlerweile ragten diese aus dem Erdboden wie hindurchgestochen, mündeten in einer von hier unten scharf aussehenden Spitze. Das Wasser, das weiter unten gegen die Klippen prallte und wieder zurückgeworfen wurde, war aufgrund des ruhigen Wellengangs kaum zu hören.

So, da bin ich also...

murmelte Lucius. Er zog die Zeichnung wieder hervor. Eine etwas krumme Bergspitze war darauf zu sehen, und ein Loch in einer der Berge.
Was für ein Loch sollte das sein - der Eingang zu einem Bergwerk? Warum sollte er ausgerechnet auf Formosa so etwas geben?


War dieser Forscher so schlau und hat ein Astloch mit abgezeichnet?

Lucius sah auf und suchte die Bergkette nach der gekrümmten Spitze ab.

Dort hinten. Und laut Zeichnung müsste es etwas rechts davon sein...

Er starrte angestrengt auf die ungefähre Stelle, kniff die Augen ein wenig zusammen. Tatsächlich war da etwas dunkles, wie ein Fleck. Aber konnte das ein Loch im Berg sein?

Nun, es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.

Er verstaute die Zeichnung wieder und folgte der Richtung, um näher heranzukommen.

-> Zwischenstation
Beitrag Verfasst: Fr 23. Sep 2011, 17:13
  Betreff des Beitrags:  Die "eisernen" Felsen und Klippen  Mit Zitat antworten
Der Gebirgszug im Westen "Eisennagel"

Bild


Schroff und abweisend erhebt sich das Gestein, begrenzt die Insel im Westen zum Wasser hin. Es gibt nur wenige Stellen, an denen die Felswand sich erklimmen lässt, doch wer dies wagt und auf der Spitze des Massivs ankommt, der darf einen Blick bis weit auf das Meer hinaus genießen, wo bei gutem Wetter die Sonnenstrahlen die Wellen glitzern lassen und bei schlechter Witterung der Wind das Wasser aufpeitscht und gegen die Klippen treibt.

Ja, die Klippen, die Ausläufer der Felsen im Wasser. Nicht weniger schroff, scharf und hinterhältig. Gerade wenn Sturm herrscht, Gewitter dazu und der Himmel sich verdunkelt, sind die Klippen oft nicht mehr auszumachen und stellen eine Gefahr für die Schiffe dar, die auf Porto Vecchio zusteuern und Formosa umrunden müssen.

Benannt hat man die Felsen nach dem Regierungsstil eines früheren Rektors von Porto Vecchio, Antonio Ferromano, der die Freie Handelsstadt mit eiserner Faust regierte und nicht selten Nägel mit Köpfen machte.
Beitrag Verfasst: Mi 3. Aug 2011, 13:25

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