Palatina sul aqua

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 Betreff des Beitrags: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 22. Aug 2010, 09:39 
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Handelsherr
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
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Handelsherr
Das Haus "Am Eck" in den Schemen

Dieses baufällig wirkende, zweistöckige Gebäude liegt inmitten der Schemen von San Pietro. Es liegt im Schatten und setzt andere Häuser in den Schatten, sodass die Gebiete hier zu den dunkelsten der Contrade gehören. Nur selten sieht man hier Personen verweilen, und dann interessanterweise für nur sehr kurze Zeit.

Bemerkenswert ist eine alte Mosaikplatte, welche auf der Höhe der Türe angebracht ist. Merkwürdig deshalb, weil sie ein vielen bunten Steinchen ein Hermelin mit einem Dolch in der Pfote zeigt, merkwürdig auch, weil das Teil wertvoll scheint und trotzdem bisher nicht gestohlen wurde.

Wie erwähnt treiben sich nur wenige Personen hier herum. Daher können die Gerüchte, dass sich ab und zu obskure Gestalten hier aufhalten, nur Gerüchte sein. Entweder hätte man diese sonst umgebracht, oder zumindest die Augenzeugen, die das beobachtet hätten.

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 22. Aug 2010, 09:53 
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Handelsherr
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Er hatte es geschafft. Unbehelligt und in der Gewandung, welche er vor Jahren eigentlich abgelegt hatte, war er an das Haus "Am Eck" angelangt. Tatsächlich hatte seine Verwandlung wohl geholfen, entweder, weil man wusste, was sie bedeutete, oder weil die Meister ihre Diebeslehrlinge darüber aufgeklärt hatten.

Oder, weil die Hermeline ihn gesehen, und für seine Sicherheit gesorgt hatten.


Dann wollen wir mal...

Der Foscari wirft einen Blick nach links und rechts, zückt dann im Gang ein Blatt Papier, als er auf das Hermelin zugeht, welches an der Hauswand hängt. Er drückt das Papier auf die Wand, zückt seine Schreibfeder - und sticht in die Zitrone.

Zeichen, keine Buchstaben. Auf dem Papier war nichts zu sehen, und die Zeichenbewegungen, die Cesare vollführt, sind nicht den europäischen Schriftzeichen dienlich, sondern erinnern vielmehr an Symbole, Hieroglyphen. Doppelt genäht hält besser.

Nachdem er fertig ist, rollt er das Papier so gut zusammen wie es geht, steckt die Feder wieder ein - und drückt das Papier in einen winzigen, kaum erkennbaren Schlitz im Hermelinmaul, welcher so gut wie niemanden bekannt ist.

Nachdem er sein Vorhaben abgeschlossen hat, geht er wieder fort, unauffällig, ruhig und langsam, als wolle er nicht weiter in dem Stadtbild des Viertels auffallen, in dem Leute seines Standes nichts verloren hatten. Nur die Zitrone wirft er achtlos hinter seinen Rücken fort, rollt durch den Schlamm zurück zum Haus...

Der Venezianer ist bereits verschwunden, außer Sichtweite, als die Zitrusfrucht an die Schuhschnallen einer fremden Person pocht, die ihm nachsieht.


Jetzt aber nichts wie weg hier

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 10:52 
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Wetterfrosch im Einmachglas
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Haus: Der Himmel über Palatina
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Wetterfrosch im Einmachglas
Auch das Haus am Eck ist in Regen getaucht. Die Starken Steinwände ragen aus dem Dreck aber standfest empor, wirkt wie ein Fels in der Brandung.

Auch hier ergießen sich kleine Wasserfälle von den Dächern herab, treiben als Rinnsale die Straßen herab gen Kanalsystem.

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"Es ist der gewöhnliche Fehler der Menschen, bei gutem Wetter nicht an Sturm zu denken."

Niccolò Machiavelli


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 11:13 
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Gegenüber des Hauses am Eck wartet die Gestalt unter dem Vordach des Nachbarhauses. Vor ihr strömt das Wasser herab, vermischt sich unten mit dem Erdreich zu Matsch. Allerdings ist die nasse Wand durchlässig genug, um hindurchsehen zu können.

Der Zettel war weg. Das sah er von hier aus. Das bedeutete, dass die Botschaft aufgenommen und gesendet worden war. Demnach musste er wissen, dass er sich heute, zu dieser Zeit, an diesem Ort, unter Zuhilfenahme eines Passwortes einfinden würde.

Tatsächlich zeigt sich am Haus am Eck eine weitere Gestalt. Ebenfalls im Kapuzenmantel. Ebenfalls kaum zu erkennen. Sie hebt den Kopf, ruft dann zu ihm herüber.


Vox clamantis in deserto.

"Parate viam Domini, rectas facite semitas eius!"

Man nickt sich zu, geht dann in die Richtung des Anderen, trifft sich mitten auf dem schlammigen Pfad, wirft Wasser und braune Brühe auf.
Cesare wirft die Kapuze nach hinten.


Schön, dass du gekommen bist.

Auch der Konterpart wirft seinen Schutz nach hinten, gibt sich zu erkennen - es scheint sich um den gesuchten Asdrubale zu handeln, denn der Foscari wirkt ungemein zufrieden.

Das Brüllen eines Löwen in der Wüste ist nie zu überhören...

gibt er von sich, legt ihm die Hand auf die Schulter

Und nun komm, die Schemen sind bei so einem Wetter ja noch ungemütlicher als sonst.

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 15:35 
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Während draußen noch der Regen gegen die Gemäuer und auf die Dächer klatscht, entzündet Asdrubale im Kamin ein Feuer. Es war zwar Spätsommer, aber in den Schemen sorgte das spärliche Licht immer für eine größere Kühle - und bei Regen war dann selbst der Sommer nicht mehr zu spüren. Zudem spendet der Kamin Helligkeit im sonst abgedunkelten Raum.

Cesare sieht sich im Zimmer um, das von der Größe eher einem Saal gleicht. Das JHaus am Eck war stabil gebaut, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Häusern der Schemen oder in San Pietro allgemein. Kein Quietschen, kein Knarren. Die Dielen sind in gutem Zustand, Staub oder Spinnweben gibt es kaum.

Tatsächlich war es aber auch schwer, hier hereinzukommen. Das Erdgeschoss war leer und klischeehaft zugemüllt, und mit eben solchen Spinnweben und Staub bedeckt. Wenn man aber den Geheimgang kannte, so gelangte man in diesen ersten Stock, welcher im Großen und Ganzen sehr angenehm und geschmackvoll eingerichtet war.

Gekreuzte Rapiere hängen an den Wänden, ab und zu lange Banner mit den Farben Palatinas, Wappen der Stadtteile, des Dogen und der Republik. Eine Tafel ist mit einem guten Dutzend Stühlen umgeben, in der Mitte eine große Europakarte mit einigen kleinen Fähnchen darin. An einer anderen Wand wiederum eine Karte Palatinas, sehr genau, in Holz geschnitzt.

Cesare sitzt in einem gemütlichen Sessel, einer von zweien, die in Kaminnähe stehen. Er blickt auf ein gewaltiges Gemälde gegenüber des Feuers. Die flackernden Lichter lassen die Partien erkennen. Es zeigt wohl eine Allegorie auf - der Doge der Republik und die Berater auf einem Podest, davor eine Gruppe Männer in weißen Umhängen knieend.
Nur die Säume am unteren Mantelende, der Kragen und die Ärmelenden waren leicht angeschwärzt.


Ich habe einen warmen Tee aufgestellt.

Genau wie ihn Asdrubale trug.
Zwei Tassen in der Hand hält er dazu in der Hand. Sein weißer Umhang ist hermelinfarben - und die schwarzen Teile symbolisierten das schwarze Schwanzende der Tiere.


Langenberg...

Certamente. nickt das Bundmitglied der Weißen Hermeline zu Palatina

Ich mag keinen Tee. Das dürfte dir klar sein.

Ich habe einen gehörigen Schuss Whisky hineingetan...

Sag das doch gleich!

ist der Foscari gleich schon viel bereiter, nimmt ihm fast das Getränk aus der Hand, worauf sich auch der Gastgeber in den Sessel niederlässt.
Er achtet auf Cesare: der Foscari hatte den Kapuzenmantel abgelegt.
Der Venezianer trug den Löwenmantel. Ein grauer Umhang mit goldenen Verzierungen an Ärmeln und Saumenden... und darunter ein Hemd.

Der Markuslöwe schimmerte darauf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 15:53 
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Hast du ihn dir also wieder übergestreift.

Asdrubale war dieser Umstand natürlich nicht entgangen. Sein Blick auf Cesare wirkt so, als hätte er gewusst, dass dieser Moment irgendwann wieder kommen würde, grinst verschlagen, zugleich zufrieden, umfasst die große Teetasse mit beiden Händen, nimmt einen Schluck.

Notgedrungen.

Zu Asdrubales Verwunderung klingt die Erklärung überhaupt nicht motiviert, sondern ernst, fast angewidert. Er hält inne, sieht den Blick des Foscari, der zum unangetasteten Whisky-Tee schaut

Wie lange ist das jetzt her, seitdem ich dich zuletzt in diesem Aufzug sah? Lass es sieben, lass es acht sein...

Es sind zwölf Jahre, Asdrubal', zwölf berichtigt Cesare bitter Und ich mache das sicherlich nicht mit Freude.

Als ob unsere Arbeit je etwas mit persönlichem Glück zu tun gehabt hätte... nimmt der Geheimbündler der Hermeline einen kräftigen Schluck

Es ging nicht anders. Ich will wissen, was hier läuft. Und da es mir niemand sagen kann - oder will - wende ich mich denen zu, die am besten über Palatina... und über die Geschehnisse Palatina betreffend Bescheid wissen.

Der Hermelinbündler sieht so aus, als hätte er eine Bitte in dieser Art erwartet. Er stellt die Tasse fort, betrachtet Cesare ernster

Ich weiß, wie die Löwen zu Geheimnisse stehen beginnt er in ruhiger, aber kräftiger Tonlage Die Hermeline sind da nicht anders.

Wäre auch als Geheimbund mehr als tödlich, wenn dem nicht so wäre...

bemerkt Cesare trocken, stellt dann ebenfalls das Getränk weg, beugt sich vor

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 16:08 
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Mir war natürlich von Anfang an bewusst, worauf du hinaus wolltest. Deine Handschrift war aufgewühlt. Dein trizymbrischer Didaskel ähnelte fast einem filibrischen Sarastro. Das war nicht mehr so einfach zu entziffern.

Schönschrift war nie meine Sache betont der Handelsherr

Gastone hat sie natürlich sofort beschlagnahmt und mir dann auf die Burg geschickt fährt der Bündler fort Ich habe schon mit Seiner Exzellenz gesprochen.

Ich frage mich, wie lange deine Tarnung als Diener noch hält. Wer weiß eigentlich davon, abgesehen von Monte Veronese und den Braccioleone-Geschwistern?

Nun, da wären meine Hermelinbrüder beginnt Asdrubale locker, zusammen mit einem listigen Grinsen Und du.

Ein überschaubarer Kreis...

Es hat seine Vorteile, so eng an der pulsierenden Macht des Staates seine Runden zu drehen. Den Hermelinen entgeht nichts - und der Doge weiß direkt Bescheid, sobald die Hermeline informiert sind. spricht der Privatsekretär des Dogen nicht ohne Stolz - und provoziert leicht Eine Sache, welche die stolzen Löwen niemals begriffen haben, welche lieber autonom vom Staat handeln.

Einen Löwen leitet zuerst die Suche nach Wahrheit und Tugend, dann die Liebe zum Vaterland. spricht Cesare schroff, verschränkt die Arme wie beleidigt

Und es ist natürlich die Suche nach Wahrheit, die dich zu mir führt versteht Asdrubale nickend, schnauft dann schwer durch

Cesare, ich will ganz ehrlich sein: wenn du deine Nase in diese Angelegenheit reinsteckst, bist du voll drin - und kommst nicht mehr raus...

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 16:43 
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Die beiden sehen sich für einige Augenblicke stumm an. Cesare sieht etwas abwesend aus, doch blickt er dann wieder zum Hermelinbündler

Ich bin der einzige vor Ort. Allein. Wenn ich dich einweihe, muss ich dich auch dazu verpflichten, mir zu helfen. Es gibt sonst niemanden, der mir helfen könnte. Dafür braucht es nämlich Mitglieder eines Geheimbundes, Spezialisten, keine Grobmotoriker.

Mein letzter Einsatz ist mehr als eine Dekade her, und ich habe den Löwenmantel abgelegt...

... und könntest du ruhigen Gewissens schlafen, wenn ich über die Gefahr berichte, die uns droht - und nicht nur Palatina, sondern weit darüber hinaus? hakt Asdrubale nach.

Cesares Antwort ist eindeutig.


Nein. gesteht er Dafür ist noch zu viel Löwenblut in mir. Nur noch weniges, spärliches, aber noch zu viel Gewissen...

Und du bist dir sicher?

Red nicht um den heißen Brei umher, Hermelin, sondern sag mir endlich, was es mit Santa Domenica auf sich hat! brüllt der Löwe los, ist vom Sessel gesprungen

Kurzer, dramatischer Szeneschwenk!

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 29. Aug 2010, 09:34 
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Cesare sieht nachdenklich aus, nachdem ihm Asdrubale die Angelegenheit näher erklärt hat.
Dann beißt er sich auf die Lippe.


Sie sind hier.

Das können wir nicht mit aller Gewissheit sagen. Es gibt nur Hinweise, keine Beweise.

Sie sind hier, davon bin ich überzeugt. Mach dir keine falschen Vorstellungen wiegelt Cesare ab Du hast nicht gegen sie gekämpft. Und du kennst Tantalus nicht ansatzweise so gut wie ich. Wenn sie das mitbekommen haben, sind sie vielleicht schon vor uns auf Santa Domenica.

Und wie sollen sie über den Rio kommen, an der Galeere vorbei?

Tantalus hat es damals hinbekommen, vor uns an den Quellen des Nils zu sein, wo wir hoffnungslos gescheitert sind. Da wird für ihn auch ein Schiff der Serenissima-Klasse kein Problem darstellen. verschränkt Cesare die Arme Und wenn wir danach nicht qualvoll zugrunde gegangen wären, hätten wir auch niemals...

Keine Rache. spricht der Hermelinbündler scharf

Du musst nicht mit diesem verdammten Fluch leben! Und Eracle würde dasselbe tun!

Du bist aber nicht der Casanova!

Und ich wünschte, er wäre hier. Der könnte uns helfen... grummelt der Venezianer

Da er aber eben nicht hier ist, brauche ich dich umso dringender. Ich stand immer an der Heimatfront. Ich habe weder Erfahrung mit Tantalus, noch mit seinen Leuten. Ich kenne nur Berichte. Und die reichen mir schon, um mich in Acht zu nehmen gibt Asdrubale von sich

Ein Löwe und ein Hermelin ganz allein gegen ihn und die Graue Hand?

Und die Besatzung der "Formosa". Der Doge hat uns angeraten, dies im Geheimen zu erledigen.

Oh, großartig, unsere Chancen steigen von Sekunden zu Sekunde! nimmt Cesare süffisant einen kräftigen Schluck Teewhisky

Das wird unsere geringste Sorge sein, ich habe da schon die richtigen Mittel sieht der Hermelinbündler dem gelassen entgegen Mich beschäftigt eher eine andere Sache.

Ein Haken, wie immer versteht Cesare Und?

Wir brauchen einen dritten Mann... der gewisse... Anforderungen erfüllt. betont Asdrubale

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 29. Aug 2010, 11:37 
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Schicht: Patrizio
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Man hat sich zurückgelehnt. Der Teewhisky ist verbraucht. Sinnierende Blicke gen Kamin.

Cesare hat die Ellenbogen auf dem Sessel, stützt seinen Kopf auf die gefalteten Handflächen.


Ich werde mich darum kümmern.

sagt er dann nach etwas Bedenkzeit

Du weißt, dass ich mich mit diesem ganzen Geschichtskram nicht sonderlich auskenne. Ich kann ja nicht einmal West- von Ostgoten unterscheiden. Aber mit Leuten konnte ich immer verhandeln.

Dann werde ich ins Stadtarchiv gehen, und versuchen, so viel wie möglich darüber herauszufinden bestätigt Asdrubale den Plan Man kennt mich dort.

Der Foscari fixiert immer noch die funkelnden Flammen, atmet tief durch

Ich hoffe, dass dies alles kein Märchen ist.

Und ich hoffe, dass es dies nur wäre entgegnet der Hermelinbündler Es würde uns allerlei Ärger ersparen.

Aber glaubst du, dass es immer noch dort liegt? Nach all den Jahrhunderten? Es ist über 1000 Jahre her! gibt der Löwe zu bedenken

Wenn nicht, dann würde die Graue Hand nicht danach suchen, oder?

Ich hasse diese Geheimbundlogik. knurrt der Foscari - und erhebt sich dann mit wehendem, grau-goldenem Löwenmantel

Lass uns endlich beginnen! spricht er, als versuchte er beiden Mut zu machen Jeder Augenblick zählt!

Die Expeditionsvorbereitungen laufen

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Di 27. Sep 2011, 15:41 
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Verführt nur erfolgreiche Männer
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Pietro
Haus: Palazzo Victoria
Beruf: Kurtisane

Verführt nur erfolgreiche Männer
Isabella hatte fast fluchtartig das Haus verlassen und war strafen Schrittes los gelaufen. Sie hatte weder nach links noch nach rechts geschaut. Susanna hatte ihr tun. Sie konnte kaum Schritt mit ihrer Brotgeberin halten. Es schien so als ob die Kurtisane förmlich flüchtete. So kam es dem Mädchen jedenfalls vor.
Susanna füllte plötzlich ein Stechen in der Seite. Isabella war aber auch schnell. Nun gut, niemand hielt sich freiwillig oder gar gerne in einer Gegend wie dieser aus. Sie atmete einmal durch und musste feststellen das Isabella in der Dunkelheit verschwunden waren. Susanna atmete noch einmal tief durch und raffte dann ihre Röcke um Isabella einzuholen. Doch vor lauter Dunkelheit sah sie kaum etwas.
In dem Moment in dem sie leise in sich hineinfluchte prallte sie an der Ecke mit jemanden zusammen. Erschrocken schrie Susanna auf.


Wo bleibst Du denn?

Du warst so verdammt schnell, Isa. Wo sind wir hier überhaupt? Susanna schaute sich fragend um.

Isabella meinte nur, man nennt dieses Gebäude nur das Haus am Eck. Die Schemenbewohner behaupten das es hier spukt. Wenn Du mich fragst ist das einfach nur dummes Gerede.

Woher willst Du das wissen?

Weil wir als Kinder einmal dort drinnen waren. Und mir ist kein Geist über den Weg gelaufen.

Wer sind wir, fragte die andere Kurtisane neugierig.

Stefano und ich, meinte Isabella kurz angebunden.

Dieser Dieb?

Ja. Es war eine Mutprobe. Die anderen waren alle zu feige. Wir beide aber nicht. Und wie Du siehst leben wir noch. Isabella schaute sich kurz um, um sich zu orientierten. Auch Susanna schaute sich um. Allerdings in Richtung Haus und sie wurde das Gefühl nicht los als ob sie jemand oder was beobachtete.

Ich finde es hier unheimlich, stellte sie fest.

Ich habe ja auch nicht vor hier zu wohnen, antwortete Isabella sarkastisch. Lass uns von hier verschwinden bevor uns noch jemand nach den Weg fragt.

Und wieder setzten sich die beiden Frauen in Bewegung. Susanna schaute sich noch einmal nach dem Haus um. Und sie hätte schwören können das oben jemand am Fenster gestanden hatte. Eilig lief sie Isabella hinterher.

Unterwegs in den dunklen Gassen

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Eine verheiratete Frau greift nach ihrem Kind, eine unverheiratete Frau nach ihrer Schmuckschatulle.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 18:06 
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Zitronen hatten Vorteile. Man konnte damit Nachrichten hinterlassen, die aus Zeichen bestanden, die man nicht verstand, selbst wenn man den Zitronentrick durchschaute. Sie waren kontaktiert worden.

Cesare, Asdrubale und Delia sitzen im Saal. Der Diener des Dogen und die Zeitungsverkäuferin trinken Tee, der Handelsherr auch - allerdings mit einem Schluck Whisky darin.


Der Schlächter von Genua war hier, und wir haben es nicht bemerkt? Eine Schande für den Bund.

Prestobiscotto stellt seine Tasse etwas geknickt auf den kleinen Tisch in der Nähe ab, verschränkt nachdenklich die Arme

Niemand hat das - bis es zu spät war. Es ist außerdem viel Zeit seit dem letzten Zusammentreffen vergangen.

Delia folgt den Ausführungen der beiden, sieht zu den gesichtern des Hermelinbündlers und des Paten hin und her. Ihr Mund steht leicht offen

Der Schlächter von Genua?

So nennen wir ihn in Geheimbundkreisen. nickt Cesare Er hat einst das Pentagramm angeführt, bevor es Tantalus tat. Einige behaupten, er hat es gegründet. Sein Zuschlagen in Genua war das erste Auftauchen der Organisation, die wir die Graue Hand nennen.

Wir trafen uns damals zu einer Konferenz. Alle Geheimbündler Europas trafen sich dort, um ein neues Gentlemenagreement zu schließen. Es war damals Sache der Drachen von Genua, dieses auszurichten.
Das war vor 20 Jaren...


sinniert Asdrubale, lehnt sich zurück

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 18:50 
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Delia fällt die Ruhe auf, die sich in die Runde gemischt hatte. Als jüngstes Mitglied eines Geheimbundes unter den Anwesenden war es nur klar, dass sie am wneigsten den Besprehcungen folgen konnte. An dem versteinerten Gesichtsausdruck ihres Hermelincousins kann sie ausmachen, dass die Gedanken hinter seinen Augen düster sein müssen.

Ihr ward dabei?

hakt sie nach.
Asdrubale antwortet nicht. Es liegt an Cesare, das Wort zu ergreifen.


Nein. Glücklicherweise nicht. Sonst säßen wir nicht hier.

erklärt er, atmet einmal tief druch

Doch wir hatten viele Verluste zu beklagen. Löwe wie Hermeline. Keiner überlebte.

Ja. spricht Prestobsicotto, beginnt dann mit dem Gedanken, der ihm auf der Zunge liegt Sieht man von einer Ausnahme ab.

Die Stimmung wird bedrückter. Die Getränke werden kalt, man achtet nicht weiter darauf. Delia begreift nicht, scheint verwirrt.
Und hebt dann die Augenbrauen.


Tarquinio...

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Cesare Foscari

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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 19:14 
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Er war noch ein Junghermelin. Fünfzehn Jahre alt. Als jüngster Spross des Hauses Semifreddo begleitete er die anderen Hermeline dorthin. bestätigt Asdrubale die Vermutung Delias
Seit jenem Tag versucht er ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Doch dann verschwand der Schlächter. Für Jahre war er verschollen. Irgendwann darauf soll er mit einer Gruppe von Rechtlosen zusammengekommen sein und segelte mehrere Jahre mit ihnen, verschwand aber erneut vor vier Jahren.

Delia hält die Teetasse in beiden Händen. Sie schaut betreten darauf hinab, reibt mit dem Daumen am Rand entlang. Tarquinio war beste Hermelinbündler, den sie sich vorstellen konnte. Überlegen, stark, klug. Doch die wenigen Male, die er in Palatina war, hatte sie auch begriffen, dass er eine schwere Last mit sich trug. Er war ein nobler, ritterlicher Kämpfer, dem Gerechtigkeit mehr als alles andere galt.

Und bis heute schien Tarquinio ein Unrecht sühnen, einen unbestraften Täter dem Gericht übergeben zu wollen. Nun wusste sie, dass dies keine Metapher war.


Was wissen wir über diesen Schlächter?

Weniger, als uns lieb ist. Selbst sein Namen ist ein Schatten. Es gab Leute, die nannten ihn Tortonese. Vermutlich kommt er aus Tortona.

mutmaßt Cesare

Und weiter?

Weiter? Ich würde behaupten, er ist der beste Schwertkämpfer Europas. Seinen Kontrahenten überlegen.

er grinst gerissen

Vielleicht mit einer Ausnahme.

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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 19:40 
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Tortonese hat für Jahre eine Blutspur da hinterlassen, wo er auftauchte. Das war die Zeit, als das Pentagramm am stärksten war. Er arbeitete mit Tantalus zusammen. Als Tortonese dann jedoch eines Tages verschwand, wurde Tantalus dessen Nachfolger.

Sie pflegen beide einen Kampfstil, der sich nicht ganz unähnlich ist. Aber die Attacken des Schlächters sind präziser und aufs Töten ausgerichtet. Er hat sein Leben lang nichts Anderes getan. Ein Geheimbündler, der ihm gegenübergetreten ist, und überlebt hat, merkt sich den Geruch, der ihm anhaftet. Der Geruch von getrocknetem Blut, von den hunderten Leichen, durch deren Körper er gewatet ist. Vor 20 Jahren hat er eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen.

Allerdings konnten Löwen und Hermeline kurz darauf einen großen Triumph feiern, der die Graue Hand in ihren Planungen jahrelang zurückwarf. Wir bekamen dabei Unterstützung von anderen Bündlern, die sich vor der Grauen Hand fürchteten.

fasst Cesare das Geschehene zusammen, nippt an seinem Tee

Seitdem herrscht der Status quo. Und mit der Tötung von Tantalus hat uns Tortonese bereits einen Gefallen getan.

Aber er hat die Posaunen! Noch ist nichts überstanden.

Das ist wohl war stimmt Asdrubale zu, sieht entschlossen zu Delia Weshalb ich sofort Tarquinio kontaktieren werde, damit er Tortonese folgt, und die Stücke an sich bringt.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 20:16 
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Cesare nippt an seinem Whisky-Te, schmeckt kurz nach, ob er nicht doch etwas Alkohol wahrnimmt, sieht dann zu Prestobiscotto.

Auch Testardo ist der Ansicht, dass wir es ihm überlassen sollten. Vermutlich auch der vernünftigste Vorschlag. Tarquinio hat die größte Erfahrung im Umgang mit Tortonese.

stimmt er zu, meint dann neuerlich:

Allerdings wäre da noch eine Frage, die ich gerne an dich richten würde, wo wir uns schon hier treffen.

Ich bin gespannt.

Wie sieht es mit deinem Wissen bezüglich von... lässt Cesare offen, wirkt nachdenklich - und sieht ihn dann gewinnend an ... Spielkarten aus?

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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 20:35 
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Mir ist der Vorfall im Belaggio bekannt. Du weißt, wir Hermeline halten bei so etwas Augen und Ohren offen.

Dann wisst ihr beide von der 36. Karte?

Zio, wir sind Hermelinbündler. Wir hüten nicht nur die Geschichte Palatinas, sondern wir haben sie geschrieben.

unterstreicht Delia etwas beleidigt

Wir beobachten Panini seit seiner Ankunft hier. Seinen Tod konnten wir leider nicht verhindern.

Einen Moment - ihr wisst beide von all dem, und unternehmt nichts?

hakt Foscari nach, sieht zu den beiden.
Die sehen fort, schweigen.


Ah. Eine innerpalatinische Angelegenheit. Dieses Schweigen unter Verbündeten kenne ich aus den letzten zwei Dekaden zu gut.

Dies hat niemanden zu interessieren.

Und abweisend. Wer von der palatinischen Regierung steckt da mit drin?

Ruhe.

Dogenberater?

Stille.

Die Dogeressa?

Schweigen.

Verdammt noch eins, Braccioleone persönlich, oder wie?

Das ist nicht die Angelegenheit eines Bürgers, und auch nicht die eines Löwen, Cesare.

Junge Dame, wenn du...!

Sie hat Recht. Das musst du alleine bewältigen.

Cesare schnauft durch. Kein Durchkommen. Santa Domenica, Tarquinio, Hector - alles Themen von europäischen Dimensionen. Da mussten Löwen und Hermeline zusammenarbeiten. Aber wenn es ums Interne ging, da ließen sich die Hermeline ungerne ins Blatt sehen, so gut es ging.
Er versucht es ein letztes Mal.


Es kann sein, dass ich verdächtigt werde. Vielleicht auch noch eine andere unschuldige Person. Das kann ebenso wenig in eurem Interesse sein. Ich muss den Mord an Panini aufklären, oder einen Hinweis finden, wo sich die Ponykarten des Todes, vielleicht sogar die 36. Karte verbergen. Gebt mir midnestens einen Anhaltspunkt!

Die hermeline denken bei dieser Sache nach. Man sieht sich an, nickt sich zu.
Dann grinst ihn Asdrubale an.


Es gibt eine Person, die dir in Palatina weiterhelfen kann.

Und die wäre...?

Nun, auch sie besitzt eine Ponykarte. Und sie kommt aus dem Ausland.

Cesare sieht mit geweiteten Augen drein. Er ist kurz davor, seinen Whisky-Tee zu verlieren.

Du meinst doch nicht etwa...?!

Doch, genau DEN!

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 21:29 
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Woher kommt diese Musik? :öh:

ist Cesare leicht irritiert, sieht hin und her, als sei im Saal eine unbekannte Band untergebracht.
Er versucht sich wieder zu konzentrieren.


Der Sizilianer Oceano ist also hier. Ihm gehört das weiße, coole Pony.

Erfasst.

Und er kann mir weiter...?

Wenn du ihn findest.

Cesare reibt sich am Bart

Ich habe Oceano nur einmal getroffen, und habe damals bereits die Erfahrung gemacht, dass man ihn kaum kriegen kann. Wie soll ich also herausfinden, wo er sich herumtreibt?

ist das für Cesare ein Rätsel

Nun, ich glaube, das ist ganz einfach. Man braucht ebenfalls einen Dieb, der das Vertrauen Oceanos hat, um an ihn heranzukommen.

hält Asdrubale das für eine einfache Frage.
Worauf sich Cesare den Bart reibt.


Ein Dieb... da fiele mir doch einer ein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 11. Mär 2012, 03:05 
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Der Venezianer erhebt sich, sieht nochmals zu den beiden

Ich muss dann los. Wenn ich das tun will, was ich vorhabe, dann muss ich mich sputen. Ich weiß jetzt, wie ich an Oceano komme.

San Marco auf euren Wegen.

will der Foscari sich verabschieden und umwenden.

Beim Stakkato... hat er nur eine Frage gestellt?

Cesare, der bis zu diesem Moment noch in Aufbruchsstimmung war, hält nun inn, so, als wäre er zu Eis erstarrt. Er verbleibt im Raum.
Prestobiscotto sieht ungerürht auf seine Tasse.


Wusste ich es doch...

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Haus "Am Eck"
BeitragVerfasst: So 11. Mär 2012, 21:41 
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Das ist meine Angelegenheit.

äußert der Foscari abschmetternd

Ihr hattet eine Vereinbarung. Gar ein Versprechen.

Versprechen lösen sich von selbst auf, wenn die Prämissen nicht mehr gegeben sind. Und als Kaufmann kann ich dasselbe von Vereinbarungen sagen. Er hat es mir durch Erpressung abgerungen.

Die Geschichte habe ich etwas anders erzählt bekommen...

Was wisst ihr denn schon! Ihr ward nicht dabei - den Markusgruß habe ich euch schon spendiert. Schönen Tag also noch!

wird Cesare unüblich herrisch, als wollte er über die Sache nicht weiter sprechen.
Eine Türe schlägt in der Ferne zu. Delia und Asdrubale sehen sich einander an, heben ihre Teetassen.


Giulia?

Giulia.

Nicken sie sich zu, glauben, dass das Thema damit erledigt sei, und widmen sich ihrem Tee.
Prestobiscotto hatte außerdem noch einen Dienst zu versehen - mit Konsequenzen, die für andere Handlungsabläufe nicht unwichtig waren.


Weiter mit Cesare und dem Spielkartenmysterium

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