Palatina sul aqua

Das RPG der Renaissance
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 Betreff des Beitrags: Die Küstenstraße zu den Klippen
BeitragVerfasst: So 5. Jun 2011, 13:29 
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Piratenleutnant
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Schicht: Popolo
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Piratenleutnant
Liana blinzelt in das helle Licht, atmet tief die leicht salzige Luft ein, die vom Meer herübergetragen wird und macht sich dann auf den Weg in Richtung der Klippen, wobei sie die Konversation mit der nervigen Stimme in ihrem Kopf vortsetzt. Die Stimme ist immer ein guter Streitpartner und so schafft Liana es auch diesmal, den Rest ihrer miesen Laune an der Stimme auszulassen und sich durch die endlosen Disskussionen abzulenken.
Endlich mal wieder richtig laufen....Ts...das glaubst du doch wohl selber nicht. Schau dir nur an, wie weit das ist! ...Was ist denn plötzlich los? vorhin warst du doch noch ganz scharf drauf, dass ich aufhören sollte, rumzujammern und endlich meinen Hintern bewege.....Jaja...mach dich nur lustig über mich. Aber spätestens, wenn es ans Klettern geht, darf ich mir ja wieder dein Gefluche anhören und wer muss dich dann wieder aufbauen, hm?!...Pah...als ob gerade du mich aufbauen würdest. Du verpisst dich doch sowieso immer, wenn es haarig wird. warst du jemals da, wenn ich mich geprügelt habe? Warst du auch nur ein einziges Mal da, wenn ich vor irgendwelchen wütenden Männern weglaufen musste?! Warst du einmal...Schon gut, schon gut! Hör auf mit diesen blöden anschuldigungen. Ich habs ja immerhin schon versucht aber du hast mich immer wieder fort geschickt... Sicher doch! Aber wenn ich dann wieder außer Gefahr war, bist du ständig wieder gekommen und hast mich erstmal zurechtgestutzt oder dich über mich lustig gemacht! Nenne mir doch bitte mal jemanden, der bei so einer Art nicht sauer werden würde....Ich!...Klar doch! Und ich bin eines von Don Plüschos pinken Häschen....
Die Unterhaltung wendet sich für eine ganze Weile den pinken Plüschhäschen des Piratenkapitäns zu und die Stimme will Liana überreden, eines von den Viehchern zu kaufen, was das Mädel irgendwann so sauer werden lässt, dass sie sich mit der Faust gegen die Schläfe haut, von der wucht seitlich umkippt und sich erst nach einer Minute wieder aufrichten kann, um weiterzugehen. Die Stimme ist vorerst verschwunden...


Ein merkwürdiger Alter...

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BeitragVerfasst: Mo 27. Jun 2011, 19:55 
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Liebhaber der Gezeiten
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Beruf: EUIV-Tutorial

Liebhaber der Gezeiten
Es war um die Mittagszeit, und der Weg wurde kaum von Bäumen beschattet. Lucius und Giselle, die erhöht auf dem Kutschbock des Wagens saßen, knallte die Sonne so direkt auf die Köpfe. Immerhin wehte vom Meer her eine leichte Brise, sodass es noch erträglich war, hier entlangzufahren.
Dennoch schien sich die Küstenstraße endlos in die Länge zu ziehen, und sie folgten ihr für eine gefühlte Ewigkeit, ohne auf weitere Spuren menschlicher Zivilisation oder zumindest einen Abzweig zu treffen.


Haben wir eigentlich noch Vorräte übrig?
Wein, glaube ich. Und Wasser.
Das Wasser ist für die Pferde gedacht.
Zählst du das nicht unter Vorräte?
Doch. Aber... ach egal. Ich wäre nur froh um eine Abkühlung. Oder zumindest Schatten.

Schweigend fuhren sie für eine Weile weiter. Irgendwann bemerkte Lucius etwas auf dem Weg vor ihnen, oder besser, neben dem Weg. Er kniff die Augen etwas zusammen, sah angestrengt in die Richtung.

Ist das da tatsächlich ein Abzweig?
Du hast Recht. Was meinst du - sollen wir?
Ich glaube kaum, dass das Gut meines Vorfahren direkt über die Hauptstraße erreichbar ist. Insofern...

Mit diesen Worten gab Lucius den Pferden den Befehl, von der Küstentraße abzufahren und auf den Abzweig einzubiegen.

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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BeitragVerfasst: Mo 1. Apr 2013, 11:32 
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Ironischer Dickkopf
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Schicht: Cittadino
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Ironischer Dickkopf
Ottavio glaubt, dass er der einzige Reisende auf dieser ganzen Wegstrecke zwischen Porto Vecchio und Torre di San Giovanni ist. Der frühe Aufbruch mag daran Schuld sein, allerdings auch das Wetter. Denn während sich die Sonne nur halb aus dem Wolkenmeer zur Linken zeigt, dort, wo Palatina in der Ferne liegt, prallt aus der Richtung des halb nachtschwarzen, halb rotorangen Wassermeeres der Wind gegen die Flanke. Die wenigen Bäume, die es hier gibt, biegen sich in der Brise. Ottavios Umhang flattert in der Luft, den Hut muss er sich festhalten. Für Sekunden glaubt er, dass selbst Tuono Schlagseite bekommt.

Forza! Dai! Die kleine Meeresbrise erschüttert uns nicht!

ruft er das Pferd zum Durchhalten auf. Der Untergrund wird felsiger, steiniger, je weiter sie vordringen, bis man in Serpentinen und kleiner werdenden Pfaden die Klippen hinaufstürmt...

Die Klippen von San Luca

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Je weniger die Leute davon wissen, wie Otternasen und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.

Daniele Oceano mein Name. Ich bin Geschäftsmann. :oceano:


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BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 23:02 
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Handelsherr
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Handelsherr
Es vergehen Stunden der Stille. Cesare geht voran, ist nachdenklich. Er musste seine Pläne ändern. Es war wichtiger Raffaele direkt nachkommen zu lassen. In Porto Vecchio musste er dafür sorgen, dass die Hermes passieren konnte. Vielleicht konnte ihm Liana dabei helfen. Doch die erwies sich eher als Hindernis, denn als Bereicherung.

Der Löwe in ihm war sich sicher. Die Augen zeigten keine Makel. Er hatte sich nicht geirrt. Aber er konnte sie nicht gewinnen, gleich, was er anstellte. Menschen sahen das, was sie sehen wollten, nicht das, was war. Für sie blieb er derjenige, der Tortonese beseitigt hatte. Dass Tortonese mehr als fünfzig Menschen auf dem Gewissen hatte? Unerheblich. Da konnte er gegen eine Wand ansprechen. Und er war müde, zu resigniert, das zu tun. Hier gab es kein Durchkommen. Sie war hart wie ein Stein. Und sie würde den Schnee noch als schwarz bezeichnen, wenn er ihn weiß nannte.

Welch Ironie. Sie sprach oftmals so, wie er es tat, wenn es um die Nobilität Palatinas ging. Zumindest die ghibellinische. Vielleicht konnte man sie mieten? Um den Palazzo Buonavista mit Sprüchen zu belästigen? Er hätte auch Stundenlohn gegeben.

Er blickt sich zu Liana um.

Nun, Tageslohn. Das musste reichen.

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 18:21 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Die Stille hat Liana gut getan. Sie hatte ihr Zeit zum Nachdenken gegeben, zum Reflektieren über die Situation und zu einigen Abhandlungen mit sich selbst.
Wieso war diese plötzliche Wut gegen den Foscari plötzlich wieder in ihr aufgewallt? Vor einigen Stunden hatte sie sich mit ihm doch noch gut unterhalten können, war beinahe auf einer Wellenlänge mit ihm gewesen und bereit, vorerst alles beiseite zu lassen. Sie kommt zu dem Schluss, dass irgendeine Kleinigkeit gepaart mit allen anderen Ärgern und Unannehmlichkeiten der Auslöser für ihren Zorn gewesen sein musste. Vielleicht ein bestimmtes Wort von ihm, eine Geste, seine Körperhaltung?
Eigentlich war es völlig egal. Wollte sie einen Vorteil aus seiner Gesellschaft ziehen, konnte sie es sich nicht leisten, den unmut, der in ihr schlummerte weiterhin so deutlich zu Tage treten zu lassen. Sie würde sich zurückhalten müssen, bedachter handeln.
Also gut...nehme ich dies als Abschlussausrutscher, dann kann ich ja ab jetzt beginnen, zu ergründen, was ich in den vergangenen Jahren tatsächlich gelernt habe. Hiermit beginnt also das nächste große Schauspiel meines Lebens. Hoffentlich ist es nur eine Zwischensequenz. Baptista wäre stolz auf mich...
Bei diesem Gedanken kann sie sich ein Grinsen nicht verkneifen und als sie aufblickt, begegnet sie dem Blick des Foscari.


Was ist? fragt sie in neutralem Tonfall

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 18:26 
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Handelsherr
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Handelsherr
Cesare wischt die Szene in seinem Kopf zur Seite, in welcher Liana laut plärrend den verhassten Buonavista von Gegenüber mit ihrem Gezeter auf den Nerv fällt, und tritt wieder in die Gegenwart zurück.

Mir fiel da gerade eine Sache ein.

spricht er dann, wechselt zu einem Thema, dass er schon länger anschneiden wollte

Wenn ich mich nicht täusche, war das Eure Bande, die damals den Hafen von Porto Vecchio überfallen hat, und es fertigbrachte, die Preziosa zu stehlen?

Ganz abgesehen davon, dass es in der Zeitung gestanden hatte, war dieser Hinweis von Tarquinio bestätigt worden. So, wie es aussah, konnte dieser Zufall beiden noch von großem Nutzen sein, denn in Cesare reifte langsam die Idee, dass man es nicht bei bloßer Information di San Trovasos belassen sollte...

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Cesare Foscari

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 18:39 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Ein schelmisches Lächeln tritt auf ihr Gesicht und sie zuckt leicht die Schultern.

Warum stellt Ihr diese Frage, wenn Ihr die Antwort doch ohnehin schon habt? sie grinst

Welche Erwiderung meinerseits habt Ihr jetzt erwartet?

Vielleicht würde es doch gar nicht allzu schwer werden, auf eine halbwegs normales Ebene mit dem Foscari zu kommunizieren und nach außen hin zu interagieren. Sie musste sich nur immer wieder darauf besinnen, die Zähne nicht in dem dunklen Klumpen zu verbeißen, der die Gründe für ihren Ärger darstellte.

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 18:43 
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Handelsherr
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Handelsherr
Ich bin immer vorsichtig bei Dingen, dich nicht selbst gesehen habe.

spricht er ehrlich; als Geheimbündler hatte er sein Leben lang diese Erfahrung müssen, dass nie etwas so war, wie es schien, wenn man nicht hundertprozentig sicher sein konnte. Dasselbe galt für den Handel. Psychologie, Lügen, Betrügereien und andere Tricks brachten den Preis einer Ware in den Keller, wenn es dafür keinen plausiblen Grund gab. Diese Lügen zu korrigieren war dann meistens unmöglich; und als Geheimbündler waren sie tödlich.

Es kann sein, dass wir Ähnliches wiederholen müssen.

fügt er hinzu, da er glaubt, dass Liana bereits die Antwort gegeben hat.

In der Ferne erheben sich ebreits die Mauern des südlichen Porto Vecchio. Das hefenbecken der Marine ist von der Anhöhe erkennbar.

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 18:55 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Gleichgültig, ob ich Euch geantwortet hätte, oder nicht, so würde Euch- nach eigener Aussage- die Antwort nichts nützen, denn gesehen hättet Ihr es noch immer nicht. Sucht Euch meine Antwort also aus.

sie zwinkert ihm belustigt zu und setzt mit noch immer gerafften Röcken über ein Felsbröckchen hinweg.

Als auch sie den Blick hebt und das Bild vor sich einfängt, verlangsamen sich ihre Schritte plötzlich, bis sie schließlich stehen bleibt und auch ihr Gesicht hat jeden fröhlichen Ausdruck verloren, während ihre Augen nach vorn gerichtet sind.
Ihre Stimme ist leise, als sie wie zu sich selbst spricht


Also sind wir nun im Hause des Feindes angekommen und müssen tun, als wäre er ein entfernter Verwandter, den wir sehr lieben...sie seufzt, dann blickt sie den Foscari direkt an.

Wenn wir schon bei entfernten Verwandten sind- wie soll ich Euch ansprechen, wenn wir in der Stadt sind? Der Titel, den Ihr in der Taverne benutztet, scheint für ein normales Gespräch unter normal intelligenten Leuten nicht sonderlich angebracht zu sein, findet Ihr nicht?

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 19:03 
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Handelsherr
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Handelsherr
Es gibt hier Leute, die heißen "Franzosenfresser", "Schnellkeks", "Langsamercapuccino" und "Don Blech". Von "Plüscho" ganz zu schweigen.

Dagegen klingt Don Ramiréz-Muñoz y Caballeros de los Santa Anna Juana Lambada Flamenco Ayayay Rodriguez beinahe schon zu normal.

macht sich Cesare nichts aus dem Problem

Don. Don reicht.

antwortet er dann bei der Frage nach dem Titel. Indes wachsen die Mauern vor ihren Augen an, verdecken die inneren Teile der Stadt. Porto Vecchio nimmt an Form und Aussehen an. Cesares Augen werden grimmiger. Auf den Zinnen gehen Patrouillen.

Das ist ungewöhnlich...

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 19:09 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Während sie ebenfalls die Zinnen der Stadt mustert, lässt sie mit einem weiteren Seufzer die Säume ihres kleides wieder auf eine angebrachte Länge sinken.

Don...gut...und welches Verhältnis haben wir hier zueinander? Sagt, was Ihr wollt, aber ich glaube nicht, dass intellugente menschen, von denen es hier sicher zumindest ein paar geben wird, die Sache mit der Schwippschwägerin als befriedigende Antwort ansehen...Ihr solltet gut genug wissen, dass Menschen gerne viele unnötige Fragen stellen- eine ihrer unangenehmen Angewohnheiten.

mit leicht zusammengekniffenen Augen beobachtet sie die Stadtmauer. Sie machte nicht gerade den Eindruck, als würde man sich im Inneren der Mauern sonderlich wohl fühlen.

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 19:40 
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Handelsherr
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Handelsherr
Ich weiß, ich wiederhole mich....

er grinst sie gewinnend an

Aber man merkt erneut, dass Ihr keine Palatinerin seid. Die meisten Menschen hier interessieren sich nicht wirklich für den Hintergrund eines Menschen. Man versucht herauszufinden, wie man sie ausnehmen kann. Aber freundlich. Ich könnte mich als der Fürst von Pannonien ausgeben, und der Wirt würde nicht weiter nachfragen und mitspielen, wenn er weiß, dass ich ihm die Nacht bezahle.

er hebt sein Gewand an, klopft auf seinen Geldbeutel.

Das ist eine Handelsrepublik. Und alle wollen verdienen.

er lässt den Saum wieder fallen

Menschen sind leider nicht gleich. Ein Palatiner und ein Römer sind bereits sehr verschieden. Und während ein Trentiner schweigt, bevor er spricht, labert Euch der Napolitaner das Ohr ab. Auch der Palatiner redet viel, aber unnötige Fragen sind eher eine Art der Höflichkeit um zu zeigen, dass man interessiert ist.

Problematischer wird es dann, wenn es zu Freundschaften kommt. Spätestens dann sollte man sich als Hochstapler aus dem Staub machen. Insbesondere die Palatiner im Süden sind dermaßen gastfreundlich, dass sie einen nicht laufen lassen, bevor man ihren Ilrustica geleert hat. Dann werden sie redselig, und wollen alles wissen.

Er macht eine Andeutung Richtung Hafen

Der Porto Vecchianer dagegen... eher ruhige Menschen. Seeleute, Fischer, Werftarbeiter. Sie interessieren sich nicht sonderlich dafür, wer in ihrem Hafen ein und aus geht, da sie wissen, dass man viel zu schnell den Überblick verliert. Solange man sich anständig verhält, seine Gebühren bezahlt, keinen Lärm macht und sich der Umgebung anpasst, würden die sogar ein Zebra in der Familie adoptieren.

...

Und das ist kein Witz. Ich kenne Leute, die leben mit Suppenpapageien zusamenn...

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 19:53 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Oh ja... da kenne ich auch welche....

meint sie mit einem leicht abwesenden Grinsen

Also gut, wenn ihr Euch Eurer Sache so sicher seid, dann werde ich nicht weiter auf eine detaillierte Deckidentität bestehen. Aber sollte doch irgendjemand dämliche Fragen stellen, könnt Ihr Euch gleich darauf einrichten, dass ICH nicht antworten werde- nur damit ihr die Stellen kennt, an denen Ihr einsetzen müsst.

Ihr Ton ist nicht unfreundlich, aber ihre Aussage ist klar.
NAch einer Weile setzt sie zu einem neuen Thema an


Was meintet Ihr übrigens mit..."das ist ungewöhnlich." ?- Wie Ihr bereits mehrmals bemerkt habt; ich BIN keine Palatinerin...

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:05 
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Handelsherr
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Handelsherr
Ich improvisiere gern.

deutet er an, dass er das nicht das erste mal macht, und es als Herausforderung ansieht, im richtigen Augenblick die richtige Antwort zu finden. Cesare war wohl der Meinung, dass dies den Geist wacher hielt, als sich an ein abgesprochenes Drehbuch zu halten.

Auf den Zinnen gehen üblicherweise keine Soldaten. Das hielten wir vorher für unnötig. Feindliche Schiffe werden bereits vom Leuchtturm aus gesichtet, die Mobilmachung tritt erst dann auf den Plan. Anscheinend will man ein Zeichen setzen... oder erwartet einen Angriff von Land.

Cesare wird bei den letzten Worten nachdenklich, hält sich die Finger an den Bart.

Ich hoffe, dass das alles auch so reibungslos geht wie geplant...

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:10 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Wirft ihm einen Blick von der Seite her zu.

Zeichen auf diese Weise zu setzen ist nicht sonderlich geschickt, finde ich. Sollte eine Stadt nicht immer darauf orientiert sein, die Ruhe in ihrem Inneren zu bewahren?

Nebenbei denke ich, es wäre sinnvoll, wenn Ihr mir allmählich sagen würdet, WAS geplant ist...

In Vorbereitung darauf, baldigst eine Dame sein zu müssen, kämmt sie mit den fingern die gröbsten Knoten aus ihren Haaren heraus, die der Wind hineingesponnen hat.

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:14 
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Handelsherr
Genau das ist ja der Sinn. Florenz ist Palatina weit überlegen. Vermutlich nicht zuletzt ein Zeichen an die eigenen Bürger, dass man sich mit Händen und Füßen wehren wird, bevor nur ein Florentiner seinen Schritt auf palatinischen Boden setzen kann.

Sie nähern sich dem Stadttor. Da die Wache noch entfernt ist, bleibt noch Zeit, die wichtigsten Dinge zu klären. Er wirkt dabei ganz nüchtern, als handelte es sich um das Abstreichen von Punkten einer EInkauflsite.

Wir werden die Marinebelgschaft am Kettenturm ausschalten, San Trovaso ein Zeichen geben, die Kanonen sabotieren, damit sie diese nicht abfeuern können, an Bord gehen, und nach Palatina fahren.

Beim letzten Satz wendet er sein Haupt in ihre Richtung.

Wenn Ihr letzteres wollt. Ich glaube nämlich vielmehr, dass sich unsere Wege danach trennen könnten, weil Ihr andere Ziele habt.

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:24 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Sie erwiedert seinen Blick ohne mit der Wimper zu zucken. Auch ihr Tonfall ist völlig ruhig.

Wenn das alles ist, wieso habt Ihr mich dann zu dieser Aktion mitgenommen? Simple gründe wie- zu zweit ist es besser durchzuführen- oder -Ihr wolltet mich im Auge behalten- scheinen so ganz und gar nicht zu Euch zu passen. Was erhofft Ihr Euch von meinem Beisein und vor allem....warum vertraut Ihr mir insofern, dass ichEuch tatsächlich helfen würde, das durchzuziehen?

Andere Ziele- richtig. Und denen würdet Ihr mich einfach so entgegenziehen lassen? Wo ist der Haken an der Sache? fragt sie mit sachlicher Skepsis

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:36 
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Handelsherr
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Wenn ich mich recht enstinne, wolltet IHR mitkommen, Signorina. So, wie Ihr auch die Idee mit der Verkleidung hattet, so, wie Ihr Euch angeboten habt, mir zu helfen. Ich glaube, dass der Zwang meistens mehr gebietet als die Freiheit.

man nähert sich dem Tor

Und wenn Ihr fliehen solltet... wohin? Euer Ziel ist Tortonese. Oder die Mannschaft. Zu beiden kommt ihr nicht ohne Boot. In einem Land, in dem gerade Krieg herrscht, der Warenhandel und damit die Mitfahrmöglichkeiten zum Erliegen gekommen sind.

er senkt die Stimme

Und nun etwas ruhiger...

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BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2014, 20:46 
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Piratenleutnant
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Die Worte, die sie ihm noch engegenbringt, spricht sie mit gesenkter Stimme und so, dass ihre Lippen sich im Prinzip kaum bewegen

Da habt Ihr Recht...mich interessierte nur, weshalb Ihr Euch darauf eingelassen habt. Ihr schient anfangs nicht sehr begeistert von der Idee.

Aber das meine ich doch. MEine Ziele kennt Ihr, und würdet mich ihnen einfach entgegengehen lassen? Ihr kennt mich vielleicht noch nicht allzu gut, aber ich finde IMMER irgendeinen Weg, meine Ziele zu erreichen. Verlasst Euch also nicht darauf, dass die Situation zu unvorteilhaft für einen Erfolg meinerseits ist.

Nach ihrem letzten Satz blickt sie zum Tor, senkt den Kopf eine Winzigkeit und setzt ein leichtes, sanftes Lächeln auf- wie es einer Dame gebührt...und für welches sie sich hassen würde, hätte sie einen Spiegel dabei.

Am Tor

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