Palatina sul aqua

Das RPG der Renaissance
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 Betreff des Beitrags: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 22:27 
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Im Namen der Republik
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Im Namen der Republik
Die Klippen von San Luca

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Der Volksmund hat den rauen, spitzen Formationen südlich der Hafenstadt diesen Namen verliehen; eine kleine Kapelle auf den Spitzen der Klippen ist dem Evangelist Lucas geweiht, wonach sich der Name auf die ganze Gegend übertrug.
Nicht selten geschah es in früheren Jahren, dass Schiffe in Sturm und Nebel an diesen Gesteinen zerschellten, und die prächtigen Schiffe stolzer Kapitäne zerschlitzten. Noch immer findet der Wanderer hier das Treibgut, welches zwischen den Felsen liegt, und auch das ein oder andere Schiffswrack hat hier seinen letzten Hafen gefunden.
Mittlerweile ist den meisten Seeleuten jedoch bekannt, dass sie um diesen Bereich einen großen Bogen machen sollten; die einzigen Besucher sind ungestüme Bürger oder Kinder, welche die Höhlen hier erforschen, zwischen den Steinen umherstreifen, oder auf die höchsten Spitzen klettern, um einen großartigen Blick auf das Meer zu haben, und zu sehen, wie die morgendliche Sonne über dem Wasser untergeht…

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"Nicht der Titel verleiht dem Mann Glanz, sondern der Mann dem Titel."

Niccolò Machiavelli


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: So 5. Jun 2011, 14:56 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Nach einer halben Ewigkeit erreicht Liana endlich die Klippen. Sie setzt sich einen Moment, im Schatten der Felsen hin, nimmt einen Schluck Wasser aus dem lederschlauch an ihrer Hüfte, isst ein wenig von der Verpflegung, die ihr der Wirt mitgegeben hat und ruht sich eine halbe Stunde aus. dann macht sie sich ans Klettern.
Wie, um der ganzen Sache noch den rest zu geben, kommt plötzlich Wind auf und ein feiner Sprühregen fällt vom Himmel, welcher natürlich vom Wind direkt an die Klippen geklatscht wird. Innerhalb kürzester Zeit wird der Stein glitschig und das Unternehmen immer gefährlicher, doch Liana lässt sich nicht abschrecken.
Sie gibt sich weider einem Anflug von schlechter Laune hin, um keine Zeit zu haben, Angst zu bekommen. Mit zusammengebissenen Zähnen murmelt sie vor sich hin, während sie vorsichtig weiterklettert.

War ja klar. Typisch, dass sowas passiert. Kein Seil- nichts! Wenn es jetzt noch anfängt, zu gewittern, dann komme ich sicher als Grillhähnchen bei diesem Kerl an.
Und wenn dieser Typ nicht da ist, oder nicht mitkommen will, dann werde ich eine Meuterei starten und den Captain mit seinen eigenen Plüschtieren steinigen!!!

Der Fels ist rutschig und immer wieder gleiten Lianas Hände oder Füße daran ab. Ein Glück, dass sie barfuß ist, sonst wäre sie wahrscheinlich schon längst mundgerecht zerkleinertes Möwenfutter am Fuße der Klippen.
Liana rutscht ab und spührt, wie sie einen halben Meter am Stein hinabschlittert, bis sie endlich wieder einen Vorsprung zu fassen bekommt und sich verzweifelt daran festklammert.

Verdammtes Wetter! Verdammte Klippen! Bescheuerter Einsiedler!

schimpft sie, während sie sich wieder nach oben zieht.
Sie spührt etwas warmes an ihrem rechten Unterarm. Blut läuft aus einem Riss über ihre Haut, wird vom Stoff ihres Hemdes gierig aufgesogen und vermischt sich mit dem Wasser, das den Stoff ebenfalls durchnässt.

Cazzo! Das habe ich jetzt natürlich noch unbedingt gebraucht....

Stück für Stück arbeitet sie sich vorsichtig weiter an dem nassen Stein vorwärts. Der Regen wird stärker, der Wind drückt sie an den Felsen, unter ihr rauscht das Meer, ganz leise hört sie die Schreie von Möwen......

[strike]Weiter![/strike] ...Ach was! Sag bloß, du bist auch mal wieder da! [strike]Ja schon, aber im Moment eher, um dich ein bisschen anzuspornen, anstatt dich fertig zu machen....[/strike]Mich fertig machen?! Als ob gerade du mich jemals fertig gemachts hättest!!!

Verbissen klammert sie sich an den Stein und schiebt sich ein Stück zur Seite- einen Vorsprung höher...

[strike]Ach was...habe ich nicht? Wenn du sogar schon bei so ein paar Felskanten fast die Nerven verlierst, dann habe ich schon mindestens zehn mal dafür gesorgt, dass du heulend zu deiner Mammi gerannt bist...[/strike] Hättest du wohl gerne! Ich...verliere.....nicht....die ...Nerven!

Sie hat sich auf den nächsten Vorsprung gezogen

[strike]Ach nein? und warum ist dein Gesicht dann pitschnass, als hättest du geflennt?[/strike] Weil es regnet, du Trottel!!![strike]Sicher...und das da an deinem Arm...was?! BLUT!!!!?????[/strike]

Die Stimme ist mit einem mal verschwunden

Na bitte, geht doch!

Langsam scheint Liana sich der vorgegebenen Stelle zu nähern...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: So 5. Jun 2011, 17:46 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Liana hält an einer Stelle inne, an der sich genug Plazt bietet, um auf dem nassen Fels einigermaßen Halt für die Füße zu finden. Sie hält sich an einem Vorsprung fest und blickt nach unten....tatsächlich! Dort unten, nur ein paar Meter weiter beginnt allmählich dichtes Buschwerk, dass sich über eine Länge von etwas 30 Metern an der Brandung entlang hinzieht.
Regen und Wind werden allmählich wirklich ungemutlich, zudem sind Lianas Arme inzwischen schon so aufgeschrammt und zerschnitten, dass ihr nasses, weißes Männerhemd sich bis beinahe zu den Schultern blutrot verfärbt hat.
Endlich- nach etwa zehn weiteren Minuten des Suchens, findet sie eine Stelle, an der sie den Abstieg beginnen kann...Ohne lange zu zögern, tut sie es....so schnell wie möglich, aber dennoch vorsichtig.

Als sie das Kalte Wasser endlich gegen ihre Waden spritzen spührt, schmiegt sie sich an den Fels und setzt umsichtig ihren Weg am Rand der Klippen entlang fort.
Endlich entdeckt sie einen Wacholderstrauch- nur noch wenige Meter. Als Liana vor dem Strauch steht, zögert sie einen winzigen Moment, dann schiebt sie die Zweige zur Seite und dort- dort ist der Eingang einer Höhle. Liana schlüpft hinein und richtet sich auf. Es dauert eine Weile, bis ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen, dann blickt sie sich um

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mo 1. Apr 2013, 11:47 
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Ironischer Dickkopf
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Beruf: Magister und Student

Ironischer Dickkopf
Ross und Reiter erklimmen die Klippen von Norden her. Die Umgebung ist von einer ganz eigenen Aura beseelt. Im Osten, dort, wo die Sonne aufgeht, sind die Klippen auf ihrer Flanke in Sonnenglanz gehüllt; aber so, als brächen sie die Zeit und die Elemente, stehen die Klippen am Wasser immer noch im Nachtblau, der Schwärze. Der Wind peitscht die Wasser hinauf, Fontänen schießen eine halbe Meile in die Höhe, bis zu dem Weg, an dem der Dandolo steht

Santo Dio.

Auf dem höchsten Vorsprung, dort, wo die Kapelle San Luca steht, wagt er es, für einen Moment von Tuono abzusteigen. Der Wind wirft sich ihm mit aller Gewalt entgegen, er muss ankämpfen, um bis nach vorne zu kommen, hält sich die Hände vors Gesicht, dann abweisend, als wollte er die Brise teilen - bis er aufs Meer hinaus sieht, über die scharfen Felsen, die hinaufpeitschenden Wasser, die schäumende Gischt, weit, hinab in der Tiefe...

Er genießt den Anblick, den Kampf der Elemente, den prächtigen Anblick.


An den schroffen, dunklen Küsten
Sehe ich die mächt’gen Wellen,
wie sie als kräftige Urgewalten,
an selbigen zerschellen.

Mir scheint’s als stiegen sie
aus der Finsternis
Selbst wie fremde Ungetüme empor,
unverwüstlich, rasend, wild wie
aus alten Sagen
wieder hervor.

Ja, ihr alten Mächte
Aus längst vergangenen Zeiten,
wenn eure Wasser prasseln,
herab
als mochtet ihr selbst
über weite Landschaften, fegen, brausen, reiten!

Tragt ihr nicht dann den Sieg davon,
wenn ihr dumpfe Erde,
bewegt, tragt, formt?
Seid ihr nicht Neptuns Schar und Herde,
losgelassen
auf diesen wüsten Ort?

Wenn ihr sie löchert, mit Sturmesfluten,
hinweggrollt das Alte, was so lange bestand-
allein die Götter mögen eure Kraft vermuten,
und das weite,
geschundene Land!

Sehe auch ich mich von euch bedroht,
von euren Wassern,
euren Fluten,
der Schaumeskrone
welche auf euch thront?

Soll ich zurückkehren, weichen?
Vor euren Gewalten,
damit sie mich nicht
erreichen,
Und etwas finden kann
zum Halten?

Wollt ihr mich fordern hier,
auf nasser Flur,
unerschöpfliche Quellen
aller Natur?

Schäumt ihr mir Gischt in den Mund,
kalt, salzig, triefend
heraufgespült vom tiefsten Grund?
Schwallen eure unermesslichen Massen,
gleich Fontänen,
vor meinen Füßen in den Himmel, nicht zu fassen,
weit hinauf?
Höher als hoch, bis zum Sternenfirmament,
zum göttlichen Planetenlauf?

Türmt ihr euch weiter auf, zum unerreichten Hindernis
An diesem Strand der Finsternis?
Wo hier zerschmettern,
Meer und Strand,
oben Orion,
unten der Sand,
wo aufeinander treffen,
die Elemente
aus Schöpfers Hand?

Schmecke das Salz hier auf der Zunge,
atme den Sand ein in meine Lunge,
spüre den Wind um meine Wange blasen,
sehe die zornigen Wasser rasen,
rieche die Düfte ferner Länder,
denke an die Weltenränder,
die sich in diesen Nächten offenbaren,
und unsere Seele weiter tragen.

Aiolos, Nereus, Triton
Habt ihr euch verbündet,
Ist es das
Was mir Welle und Wind verkündet?
Mich zu bekämpfen, mich niederzuringen
Auf den kahlen Stein, den Felsen
herabzuzwingen?

Ihr trotzt mir, Wellen?
Ich trotze euch!
Mögt ihr mit dem Nass auch rennen,
kristallen, rein, schön
jungen Rössern im Nebel gleich,
als könnte ich sie
da spielen sehn.

Ich knie nicht nieder, knicke nicht ein
Ich werde auch in größter
Gefahr, Drohung, Not
wie ein Fels
In der Brandung sein!

Bricht die Welt zusammen,
toben Stürme,
richten sie sich auf,
wie dunkle Türme,
mögen sie hochposaunen,
die gewaltigen Wellen!
Was auch immer sein mag,
ich werde mich entgegenstellen,
kämpfen, standhaft bleiben,
bis zu meinem letzten Tag.

Die nächste Station: Torre di San Giovanni

_________________
Je weniger die Leute davon wissen, wie Otternasen und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.

Daniele Oceano mein Name. Ich bin Geschäftsmann. :oceano:


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 08:58 
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Handelsherr
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Schicht: Patrizio
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Liana und Cesare bahnen sich einen Weg an den schroffen Ecken der Umgebung vorbei. Es geht aufwärts, in Richtung der kapelle, die über den Klippen aufragt. Unten sind die Wellen zu sehen, die zusammen mit Wind und Gischt gegen die kantigen Felsen knallen. Der Blick Cesares geht voraus, betrachtet den blauen Himmel, Möwen, die dort als einzige weiße Flecken in der Luft schweifen. Seine gedanken gehen kurz an die vergangenen Szenen zurück. Er kann die treue Lianas immer noch nicht so ganz einschätzen, im Innersten glaubt er, dass diese sich immer noch absetzen würde, wenn man ihr zeit ließe. Andererseits war sie mittellos. Sie würde versuchen, nach Sardinien zu kommen, um den rest ihrer Mannschaft zu suchen. Dafür brauchte sie ein Schiff. Vielleicht konnte man ihr im Austausch eine Überfahrt anbieten?
Was Hector betrifft, so ist der Foscari überzeugt, dass der an einem Ort ist, wo man ihn kaum befreien könnte.


Ah, die frische Meeresluft hier oben. Rein und klar.

hat er den Seesack geschultert, atmet einmal kräftig durch

Es dürfte nicht mehr weit bis nach Porto Vecchio sein. Bei Euch da hinten alles in Ordnung?

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 21:42 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Ob alles in ordnung ist?!

Inzwischen ist sie ziemlich gereizt. Die Meeresluft, die sonst so angenehm ist, treibt sie beinahe in den Wahnsinn, die Gesellschaft dieses Edelmannes ebenfalls und sie verspürt einen großen Drang, die vielen Lagen Stoff des Kleides in winzige Fetzen zu zerreißen- hätte die andere Kleidung bei sich, hätte sie es vielleicht sogar getan. Und zu allem Überfluss hatte sich durch den Deckmantel, den sie sich vor sich selbst übergeworfen hatte, auch noch ein kleines Rinnsal an dem gezwängt, was sie hatte abschotten wollen, solange sie mit dem Foscari unterwegs war. Gefühle- dumme, nervige, extrem unvorteilhafte Gefühle.
Sie atmet einmal tief durch- oder versucht es wenigstens. Sie war wütend...in erster Linie über sich selbst und das nur, weil sie sich gleichzeitig einsam, verraten, machtlos und von allen Göttern, die existieren mochten, aufs Übelste verarscht fühlte. Noch vor einigen Wochen hätte sie es nicht zu glauben gewagt, aber tatsächlich vermisste sie die Mannschaft von Verrückten und teilweise völlig unterbelichteten Piraten, die sie zurückgelassen hatte. Und was Hector anging, führte sie ihre Gedanken lieber gar nicht erst weiter.
Liana ruft sich ins Gedächtnis, dass Gefühlsduselei und Weiberei sie noch nie weitergebracht haben, und so lässt sie nur ihre Gereiztheit bewusst in sich zu, schaut mit stechendem Blick auf den Rücken des verdammten Foscari vor sich und stößt mit vor Ironie triefender Stimme hervor


Oh, mir geht es Bestens! Ich kann in dieser Zwangsjacke, die Ihr Kleid nennt, zwar weder richtig atmen, noch laufen und ich habe gerade große Lust, jemanden zu zerfleischen, aber ansonsten kann ich nicht klagen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 21:50 
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Handelsherr
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Handelsherr
Freut mich zu hören! Ich hatte schon befürchtet, es könnte unbequem sein.

Es bleibt offen, ob Cesare dies ehrlich meint oder tatsächlich ironisch. Er wendet sich gar nicht um, sondern genießt noch einmal die Brise. Heimat, Heimat, Heimat. Es erinnert ihn an die alten Tage, als er Monate, Jahre fort war. Und nun wieder froh, palatinischen Boden unter den Füßen zu spüren. Lianas letzte Worte dringen daher auch nur fragmentarisch an seine Ohren. Von "Zerfleischen" bleibt dementsprechend wenig übrig.

Fleisch. Eine gute Idee. Aber hier an der Küste werden wir mit Fisch Vorlieb nehmen müssen. Auch, wenn ich eine Bistecca Borghettina vorziehen würde.

Er bewegt sich vorwärts, über die Klippen.

Man merkt, dass Ihr keine Palatinerin seid.

bemerkt er dann wie völlig zusammenhangslos

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 21:59 
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Piratenleutnant
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Schicht: Popolo
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Piratenleutnant
Natürlich...warum hatte sie sich überhaupt die Arbeit gemacht, etwas zu sagen? Es war eugentlich zu erwarten gewesen, dass ein so hoher Herr von Adel sich keinen Dreck für ihre Worte interessieren würde. Warum nochmal hatte sie ihn nicht umgebracht?
Sie gibt sich keine Mühe, die Gereiztheit aus ihrer Stimme zu verbannen, als sie antwortet


Oh, und wie darf icch das nun wieder verstehen, hochedler Herr? Mangelt es Euch an meiner Begabung, mich der Feinen Sprache zu bedienen, die Ihr führt?

grob rafft sie die Säume ihres Kleides, um zügiger ausschreiten zu können

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 22:10 
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Handelsherr
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Handelsherr
Er dreht sich um. Sein Blick ist musternd, schneidend geworden. Demonstrativ rutscht er mit dem rechten Stiefel durch die karge Erde.

Kein Gespür für diese Erde. Kein Glücksgefühl, wieder zu Hause zu sein. Statdessen nur Gehässigkeit, Gereiztheit, Ungemach.

Cesare dreht sich wieder um, so, als hätte sich die Sache bereits erledigt.

Mit dem Kopf in der Vergangenheit zu stecken, Signorina, kann eine Qual sein. Ich weiß das aus Erfahrung. Ihr freundet Euch immer noch nicht mit der Situation an. Stattdessen könnte man glauben, Ihr wolltet, dass ich Euch doch noch Semifreddo ausliefere.

Er faltet die Hände hinter dem Rücken

Diese, meine Heimat, die ich liebe, ist uns gerade beiden zu Feind. Dennoch werde ich immer noch einen besseren Weg finden, meinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Bei Euch wäre ich da zweifelsfrei unsicherer. Diese Aufsässigkeit, gepaart mit Gereiztheit und dem Hang zu Aufsehen... mag zwar für einen Piraten angemessen sein, aber nicht, wenn wir uns in diese Republik begeben, in der Kriegsalarm herrscht. Jeder wird dreimal kontrolliert, könnte er doch ein florentinischer Spion, Saboteur oder Freibeuter sein.

Cesare schlendert die andere Seite des Hangs herunter.

Wir können uns nun stundenlang ankeifen oder anschweigen, aber ich bevorzuge eine andere Art der Unterhaltung.

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 22:21 
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Piratenleutnant
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Piratenleutnant
Ohne, dass sie es tatsächlich will, malt sich in ihrem Kopf eine sehr detaillierte Szene darüber aus, was man mit einem Dolch alles bei Adligen anstellen kann....aber dumm ist sie auch nicht. Ihr ist bewusst, dass der Foscari Recht hat und sie wäre auch nicht so kindsköpfig gewesen, sich weiterhin ghen zu lassen, sobal es darauf ankam, dies nicht mehr zu tun. Mochte der Kerl doch denken, was er wollte. Er schien sich sicher zu sein, ihr gesdamtes Wesen bereits durchschaut zu haben. Gut so- er hatte nicht die geringste Ahnung.
Sie verleiht ihrer Stimme eine sarkstische Süße


Nun, wenn Ihr so sehr dafür seid, dass ich mich mehr wie eine Lady benehmen sollte, wäre es vielleicht vorteilhaft, wenn Ihr aufhören würdet, den schleimigen Dreckskerl zu mimen. Vielleicht könnte ich mich dann besser in meine Rolle einpassen.

wieder in ihrer normalen Tonlage

Ich weiß, dass Ihr in mir nichts als Abschaum seht- das beruht auf Gegenseitigkeit, mit der kleinen Ausnahme, dass Ihr davon überzeugt seid, dass dies die einzige Wahrheit ist. In Ordnung, mit diesem Wissen kann ich leben. Allerdings will ich auch ÜBERleben und das ließe sich entschieden besser bewerkstelligen, wenn Ihr aufhören würdet, mich mit Euren wohlformulierten Sätzen in jedem zweiten Wort verborgen von oben herab zu behandeln. Denkt Ihr, das ist Euch möglich?
Dann könnte ich vielleicht auch darauf verzichten, meine Abneigung Euch gegenüber allzu sehr an den Tag zu legen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 22:32 
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Ich bin Venezianer. Ich sehe nirgendwo Abschaum - nur möglichen Profit.

pfeift er unschuldig vor sich hin.

Mir ist nicht klar, von wem ihr da redet, aber das Wort Wahrheit nehme ich nur ungern in den Mund. Das Wort ist zu groß, um es fehlerfrei zu gebrauchen. Und bitte verwendet das Wort "Lady" nicht in meiner Nähe. Der Adel löst bei mir Würgereiz aus.

führt Cesare aus, hoppst leger an den Kanten mehrerer spitzer Steine wie im Slalom vorbei. Je näher sie porto Vecchio kommen, umso besser gelaunt scheint er zu werden

Ich werde Euch wohl kaum von oben herab behandeln können, wenn mir jegliches Gespür für die Oberklasse fehlt. Ich habe Jahre damit verbracht, die Welt zu bereisen, gewieften Persern und Armeniern ihre Edelsteine abzujagen oder vor übellaunigen Männern mit Krummsäbel zu fliehen. In Eurem Alter habe ich auf gespannter Kamelhaut geschlafen - nachdem ich dem Tier diese am Abend vom Fleisch gerissen habe, um nicht in der Wüste an Kälte zugrunde zu gehen.

Er grinst ihr breit zurück

Glaubt also ja nicht, dass mir Euer Gehabe imponiert. Ich bin kein Adliger. Solche Beleidigungen halte ich für andere bereit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 22:44 
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Dann würde mich nur noch interessieren, wie Ihr es schafft, genau so abstoßend zu sein, wie der Adel.

gibt sie kühl zurück und zuckt die Schultern

Eigentlich ist es mir vollkommen gleich, wer oder was Ihr seid- ich kann Euch nicht leiden, das ist das, was wichtig ist. Ihr könnt mich nicht leiden- das ist ebenfalls wichtig, denn so wissen wir beide, woran wir sind. Und bitte erzählt mir nichts von Würgereizen, solange ich in Eurer Gesellschaft bin, ja?
Dennoch wäre ich dafür, ab hier umzuschwenken, "Onkel"...

Ohne sich länger aus welchen Gründen auch immer mit dem kleid herumzuschlagen, rafft sie es ohne weitere Umschweife bis über die Knie. Froh, ihre Beine zumindest wieder halbwegs benutzen zu können, holt sie nun problemlos zu dem Foscari auf und bahnt sich mit neuem Schwung ihren Weg zwischen kleinen Felsvorsprüngen udn Erdhuckeln.
Die Leute, die sie am Ehesten als Freunde bezeichnen würde, hatten ein unglaubliches Talent dafür, die verrücktesten Situationen heil zu überstehen und außerdem war Shinta bei ihnen- um sie brauchte sie sich nicht zu sorgen. Was Hector anging, sah die Sache anders aus, aber auch für ihn würde sie nur etwas tun können, wenn sie am Leben blieb, frei blieb und die Gelegenheit bekam, Informationen zu sammeln. Also würde es ihr vorerst kaum nützen, mit ihren Gedanken zurückzuschweifen. Das, was sie auf den Schiffen der Mimen gelernt hatte, würde nun zum Einsatz kommen müssen und verlangte Konzentration.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Klippen von San Luca
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 22:50 
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Handelsherr
Ich wirke abstoßend auf Euch, weil Ihr mich abstoßened sehen wollt, so, wie Ihr auch denkt, dass ich Euch nicht leiden könnte - weil Ihr mich nicht leiden könnt.

Allerdings sehe ich schon spricht er, nimmt etwas länger als gewöhnlich Luft wir ziehen besser das Schweigen vor.

Manchmal sagt es viel, wenn man gar nichts sagt

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