Palatina sul aqua

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BeitragVerfasst: Sa 31. Mär 2012, 19:04 
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Im Namen der Republik
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Im Namen der Republik
Die Matthäusstraße (Via di San Matteo) durch die Hügel des gleichnamigen Heiligen

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Südlich der Klippen von San Luca geht ein Weg von Torre San Giovanni quer durch die südliche Republik. Die Matthäusstraße endet dabei erst in der tiefsten Mandrana, nämlich in der Landstadt Cannelloni. In der Region der Hafenstadt Porto Vecchio durchquert sie insbesondere die Hügel des Heiligen Matthäus, woher auch ihr Name herrührt. Hinter den Hügel endet dann auch diese Region, und die südlichen Territorien des Contado Palatinas erstrecken sich am Fluss Miele, zusammen mit den Städten Boscone und Belgrano, die ebenfalls an der Matthäusstraße liegen. Der Eingang zur Mandrana wird dabei vom Denkmal des mandranischen Freiheitshelden Cotto Risotto markiert, wo sich auch eine weitere Gabelung befindet. Dort geht die kleine Dammstraße ab, Richtung Colonna Mandrana und zuletzt den Windmühlen, wird dabei von der Großen Dammstraße am Friedhof gekreuzt, und vereinigt sich im Vorgebirge am Wegkreuz mit der Vorgebirgsstraße.

Doch diese fernen Gegenden spielen hier vorerst keine Rolle. Denn die Matthäusstraße der Region Porto Vecchio führt fast durchgängig durch die Colline di San Matteo, welche die Reise prägen. Diese sind eher rau, felsig, und hoch. Die Straße führt eher durch eine Schlucht als eine Hügelkette, mit steilen Felswänden, die geradezu senkrecht nach oben ragen. Nur ein Schlitz in der fernen Höhe lässt dann einen Blick auf den blauen Himmel zu.

Der Weg liegt so völlig im Schatten. Manche mögen sich beengt von der Umgebung fühlen, einige die abweisenden rotbraunen Wände und kahlen Felsen als unheimlich; wieder andere können sich mit dem Panorama vertrösten, wenn sie auf einen Hügel steigen, oder die Ruhe in den Tiefen der Schlucht genießen.

Historisch betrachtet hatte diese Straße einst große Bedeutung, da sie die ertragreichen Gegenden der Mandrana mit der Küste versorgte. Als Porto Vecchio noch unabhängig war, bezog die Marine über diese Straße aus dem Hinterland ihre Versorgungsgüter, um die Mannschaften der Segelschiffe zu versorgen. Aufgrund der Enge dieses Weges konnte man die Straße auch einfach sperren: Palatiner wie Portovecchianer taten dies, auch die Familie Passerotti auf der Burg Boscone auf der anderen Seite machten von diesem Druckmittel Gebrauch.

Mit der Erschließung der Mandrana durch Kanäle und der völligen Unterwerfung der Vizegrafschaft Boscone sowie der Festung Castiglione, wird heute der Nachschub für die Küsteüber Kanäle, Seitenflüsse, den Mandro und den Rio nach Porto Vecchio verfrachtet. Seitdem hat diese Straße an Bedeutung eingebüßt, was auch den geringen Verkehr und die Einsamkeit dieser Gegend erklärt.

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"Nicht der Titel verleiht dem Mann Glanz, sondern der Mann dem Titel."

Niccolò Machiavelli


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BeitragVerfasst: Do 4. Apr 2013, 11:05 
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Ironischer Dickkopf
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Ironischer Dickkopf
Ein Echo hallt von den Felswänden der Schluchten wider. Das Klappern der Hufe wiederholt sich in leisem Ton. Ein Wanderer führt das Pferd am Zügel, ist abgestiegen. Er hat den Federhut auf dem Kopf, geht im Schatten, schaut hinauf zum engen Spalt, wo sich der Himmel wie eine blaue Ader über ihm zieht.

Bis zum Eingang der Matthäusschlucht war er geritten, doch hier abgestiegen, wo die Beengtheit zugenommen hatte, in der Furcht, Steinschläge und Schuttlawinen auslösen zu können. Die Berge sind dem Venezianer nicht geheuer. Er kannte zudem die Geschichten, die sich das abergläubische Volk über diesen Ort erzählten. Es gab keinen Ort in der Republik, der gleichzeitig so zentral, und doch so abgelegen war. Das Gebirge durchquerte man, wenn man die Republik verlassen wollte. Dieses Massiv lag jedoch im Herzen, und war gleichermaßen unerforscht. Sowohl die Palatiner, als auch die Portovecchianer mieden es, seitdem beide Städte friedlich unter einem Oberhaupt lebten, und der Rio vom umkämpften Zollgebiet zur verbindenden Wasserstraße geworden war.

Die Matthäusschlucht war seitdem noch unbefahrener als zuvor geworden. Handelsstationen eingegangen. Und wenn er nicht ritt, zog sich diese Etappe noch länger hin...

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Je weniger die Leute davon wissen, wie Otternasen und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.

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BeitragVerfasst: Do 4. Apr 2013, 11:13 
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Ironischer Dickkopf
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Ironischer Dickkopf
Rübennase!


Rübennase!


Rüben... Rüben... Rüben...

Rübennase!

...nase ...nase ...nase!

Rübennase!

... Nasenrüben... Nasenrüben...

Rübennase!

... Rüben, Rüben, Rüben ...

Rübennase!

... Zucker... Rübenzucker... Rüebrzuckernasen... Zuckernasenrüben...



schallt das Echo immer wieder zurück, durch alle Ecken und Enden. Der Universitarier bemerkt das Experiment mit Ehrfurcht, zieht den Hut.

Erstaunlich.

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BeitragVerfasst: Do 4. Apr 2013, 11:32 
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Ironischer Dickkopf
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Ironischer Dickkopf
In der Einsamkeit der Gegend denkt der Dandolo an den gestrigen Tag zurück. Er zückt ein Tuch aus seinem Umhang, feuerrot, mit einem weißen Malteserkeuz darauf, darunter die Inschrift "Sanctus Johannes". Der Malteser war so freundlich gewesen, ihm als Andenken eine kleine Fahne der Burg mitzugeben. Den Abend hatte er im Gasthaus verbracht, aber sich nicht dem dortigen Gelage angeschlossen. Schließlich wollte er für den heutigen Tag ausgeruht sein.

Wenn er allerdings diese Gegend betrachtet, wäre ihm etwas Abwechslung nicht schlecht bekommen, suchte er diese doch hier vergebens.


Mal schauen, was die Broschüre sagt, die ich mir vor dem Aufbrauch im "Rittergelage" noch geholt habe. Hier war doch auch noch etwas über die Matthäusschlucht geschrieben...

blättert er durch einige zusammengeklebte Blätter, darauf: "Die hörrlychen Seytygen derre Natürre zwyschygen Sancte Johanns Thurme unde dere Ebene, diehe dahe sohe Bassryge isset"

"Der majestatlyche Anblyckhe desse Grand San Matthetäus hattyge schone so vielyge Besucheryge inne Banne verschlaghiygen, dasse esse nychtyge ausreichygt, seinhero Chönigklichkeit genuktige tzu preyserigen, dieses spectugale Spektakelerey dera Spektatel..."

Santo Dio. Da bekommt man gleich Lust, das Ding wegzuwerfen.

Endlich hat man das Gröbste hinter sich

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