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 Betreff des Beitrags: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Di 20. Mär 2012, 16:12 
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Im Namen der Republik
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Schicht: Nobiluomo
Heimat: Città Antica
Haus: Palazzo Ducale
Beruf: Ratsherr

Im Namen der Republik
Serravalle, Zwischenstation für die Reisenden zwischen Palatina und Porto Vecchio

Comune di Serravalle

Bild


Dies ist der größte Ort in der Region Porto Vecchio und liegt an der Grenze zur Region Palatina. Diese strategisch günstige Lage brachte dem Dorf stets Geldeinnahmen aufgrund der reisenden Personen, die zu lande oder zu Wasser zwischen den Städten reisten. Zwar ignorieren große Schiffe Serravalle, doch für die einfachen Reisenden ist dies eine vorteilhafte Zwischenstation, insbesondere wenn sie zu Fuß oder mit einem kleineren Ruderboot unterwegs sind. Dabei befindet sich Serravalle etwa 15 Meilen von Porto Vecchio und etwa 20 Meilen von Palatina entfernt, und damit beinahe in der Mitte.

Diese Bedeutung ist auch der Grund für eine bewegte Geschichte. Serravalles Ursprünge gehen ins Hochmittelalter zurück, und mit dem Aufstieg Porto Vecchios Hand in Hand. Die Porto Vecchianer nutzten diese Ortschaft, um eine zweite Gebühr auf dem Rio zu erheben, was die Stadtkasse der Hafenstadt füllte, aber die Händler aus Palatina noch mehr prellte. In drei Grenzkriegen war Serravalle oft der Schauplatz des Geschehens, und wechselte zweimal den Besitzer, bis es unter den Malpazzi endgültig eingegliedert wurde. Seitdem ist der Schiffsverkehr von allen Sonderabgaben befreit.

Mit seinen 700 Einwohnern gehört Serravalle zu den größeren Dörfern der Republik, was aufgrund seines Hintergrundes nur verständlich ist. Neben der Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeit von Reisenden lebt die Gemeinde vom Bootsbau, Fischfang und Verkauf von Hugendubelschirmen. Letzteres erklärt dann auch das Wappen, welches erst vor kurzem mit diesem Symbol erneuert wurde.

Größtes und herausragendstes Gebäude dieses Ortes ist die Herberge „Gatto Nero“, ein länglicher Bau, der sich am Ufer erstreckt und nicht nur Speis, Trank, und Unterkunft bietet, sondern auch unter vorgelagerten Dächern Verkäufern einen Platz zum Handel eröffnet. Ein großer Stall hinter dem Gebäude bietet Pferden und Kutschen Platz.
Daneben liegt ein ummauerter Garten, der zum Haus des Podestà gehört. Dieser ist ein alle fünf Jahre gewählter Bürgermeister, doch wechseln sich die drei Familien der Salmotrotta, Malcostraca und Tumido eher mit der Regentschaft ab, da nur Vertreter dieser drei alteingesessenen Adelsfamilien sich zu Wahl stellen. Derzeitiger Podestà ist Remo Tumido.

Weitere nennenswerte Gebäude sind die Kapelle Sacro Cuore und der Squero „Tritone“, eine Bootswerft und Bootsparkplatz. Zu Calcio-Spielen ziehen die Giallimaroni für Serravalle in den Kampf. Da das Wappentier ein Hugendubelkauz ist, nennt man sie aber auch „Civette“.

Bild
Blick auf das rechte Ufer des Rio vom Squero aus. Links das Haus des Podestà mit Garten rechts, danach die große Herberge "Gatto nero". Im Hintergrund Campanile der Kapelle Sacro Cuore.

_________________
"Nicht der Titel verleiht dem Mann Glanz, sondern der Mann dem Titel."

Niccolò Machiavelli


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Do 28. Mär 2013, 21:47 
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Senator
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Schicht: Nobiluomo
Heimat: Città Antica
Haus: Villa di Tesino
Beruf: Botschafter

Senator
Die Karavelle erreicht das nächtliche Serravalle. Die Ortschaft scheint im Tiefschlaf, hier und da hört man jedoch Menschen, Hafenarbeiter.

Wer sagte denn, dass ich die Ketten damit ansengen will? Eisen und griechisches Feuer? Verträgt sich kaum gut, aber die Gebäude oder Personen, die die Sperrkette bedienten ... Führt Raffaele seine Überlegung von vorhin fort, lenkt dann jedoch wieder auf das wichtigere Thema hin.

Das wird sich sowieso erst zeigen, wenn wir in Porto Vecchio sind. Ihr spracht von der gelben Ponykarte und eurem Schwager? Erkundigt sich der Nobile weiter.

_________________
Raffaele di San Trovaso


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Do 28. Mär 2013, 21:57 
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Handelsherr
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Heimat: Città Antica
Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Und wer soll dann die Ketten wieder einziehen, wenn die Wachmannschaft hinüber ist? Bis wir an Land sind, ist die Wachabteilung wieder aufgestockt. Außerdem haben wir es in Porto Vecchio nicht mit der Wache zu tun, sondern den Fanti da mar. Die Marine hat die Kontrolle über diese Verteidigungsanlage.

ruft er Raffaele ins Gedächtnis, dass die Leute dort nicht mit Nobs und Kolohn vergleichbar sind - und verzieht das Gesicht.

Mein Fast-Schwager, um genau zu sein. Er hat meine Schwester nie geheiratet.

sein Blick schweift zum Quere, wo die dortigen Fährboote unterm Dach liegen, nur ein paar Frösche im Sumpf quaken. Licht strömt einzig aus dem großen Gasthaus.

Er hat sein Versprechen nie gehalten.

Cesare bricht sein Schweigen

_________________
Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 16:14 
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Kennt Schimmel nur vom Reiten
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
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Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Wie angekündigt, kommt die Fährlinie in Serravalle zum Halten... obwohl das eine Verzögerung auf ihrer Reise bedeutet, ist es Lidia doch ganz recht, sich endlich wieder etwas die Beine vertreten zu können. Mit Andromache auf der Schulter geht sie auf den Korridor... der Alte mit dem Mulienser Käseblatt geht auch raus, während der andere dösend zurückbleibt...

Draußen, auf dem Pier, streckt sich Lidia erst einmal und atmet tief durch. Das Dorf ist größer als gedacht. Auf dem Rio fahren Boote, Gondeln und Frachter... einige haben hier geankert, wie ihre Linie. Sie nimmt sich vor, einen kleinen Spaziergang durch den Ort zu machen...


Ich hätte das schon viel früher machen sollen. Das sieht interessant aus... vielleicht gibt es auch einen Markt in der Nähe?

Hoffentlich nicht, sonst bleiben wir noch in deiner Kaufrausch-Krankheit hier sitzen!

ahnt die Hermelinesse Übles... Lidia geht dagegen beschwingt am Wasser vorbei, sieht die Händler unter der Arkade...

Oh nein - zu spät!

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"Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag." - Decamerone, Giovanni Boccaccio


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 16:31 
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Kennt Schimmel nur vom Reiten
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
Haus: Bäckerei Panificio d'oro
Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Schnell findet sie heraus, dass es sich bei dem großen Haus um die Herberge "Gatto Nero" handelt, unter dem Händler ihre Ware ausstellen. Lidia schlendert an den Ständen vorbei, schaut sich die Waren an, bleibt ab und an stehen... Das Hermelin schaut dauernd angestrengt auf die Kirchturmuhr, die über das Dorf ragt... warum, na, das kann man sich wohl selbst denken...

Signora!

Als ob wir nicht schon genug Zeit vertrödeln...

Signora!

Ein Verkäufer macht auf sich aufmerksam. Er wedelt mit einem Schirm in der Luft. Obwohl sich die Bäckerin denken kann, was er will, und gar nicht auf ihn eingehen will, geht sie doch zu ihm - bevor er noch lauter wird, und die Leute gucken...

Bevor Ihr weiter sprecht, Signore: ich habe kein Interesse an diesen Schirmen! macht sie sofort klar Ich bin nämlich sehr tierlieb, und mag es gar nicht, wie man diese Vögel tötet, nur, um Regenschirme aus ihnen zu machen!

Aber, aber, Signora! Ihr versteht das völlig falsch!

Achja?

Natürlich! Das sind natürlich SONNENschirme, keine Regenschirme!

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"Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag." - Decamerone, Giovanni Boccaccio


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 16:41 
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Kennt Schimmel nur vom Reiten
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
Haus: Bäckerei Panificio d'oro
Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Lidia will bei den letzten Worten schon gehen, da versucht sie der Verkäufer nochmals zurückzuhalten

Bitte! Signora! Bleibt zurück!

Nennt mir einen guten Grund!

Weil... weil, das Hugendubelschirme aus ökologischem Anbau sind! Die Vögel leben noch!

WAS?!

Die Albizzi schreckt auf, geht doch noch einmal zurück. Der Verkäufer grinst breit, hält ihr einen Schirm entgegen

Überzeugt Euch selbst. Beste Qualität! Ein Produkt von Knipps&Söhne.

Und Ihr seid...?

Nicolas Knipps! stellt sich der Verkäufer vor, nimmt ihre Hand, legt die auf die Federn des Vogels Na?

Ich weiß nicht so recht...

gibt Lidia von sich, die mit dem Vogel Mitleid hat. Sie überlegt kurz... dann flackern ihre Augen auf.
Völlig unumwunden meint sie dann:


Ich kaufe ihn.

Tatsächlich?

Tatsächlich?!

*Hu-Hu?*

Der Schirmverkäufer und die Bäckerin machen das Geschäft, da schaut das Hermelin blöd aus der Wäsche. Auch der Hugendubelkauz wirkt verwundert.

Du hast schon ein Pferd und ein Hermelin, jetzt auch noch einen Hugendubelkauz? Wie wäre es noch mit einem Äffchen und einer kunterbunten Villa? Lidia? LIDIA!

Das waren so Momente, wo sich Andromache wirklich wünschte, dass man sie verstehen konnte. Aber kein Protest ist für Lidia zu hören, die schon längst bezahlt hat, den Schirm unter dem Arm...

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 16:52 
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Kennt Schimmel nur vom Reiten
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
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Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Die Bäckerin hat ein paar Schritte getan... sie will nicht, dass man sie sieht, besonders nicht der Knipps. Die Hermelinesse schüttelt den Kopf. Es war verwunderlich, dass Lidia überhaupt so ein Teil kaufte... sie war doch so strikt dagegen?
Erst, als sie etwas außerhalb des Dorfes ist, und am Rio steht, holt sie den Hugendubelkauz nochmal hervor.


*Hu-Hu*

Du armer... komm, du bist frei!

Lidia will den Vogel in die Luft werfen, doch der hält sich mit ihren Krallen an der Hand...

Wie? Was? Flieg, sag ich!

Sie versucht es noch einmal. Keine Reaktion. Die Albizzi fühlt sich auf den Arm genommen, schaut verwirrt... sie tastete an den Krallen des Vogels, glaubt, dass sie vielleicht etwas findet, was der Schirmverkäufer drangemacht hat, sodass sich der Hugendubelkauz nicht bewegt. Sie fummelt herum, bis...

*FLUPP*

AHHH!

sich der Hugendubelkauz aufplustert, und sich in den Schirm verwandelt. Das hatte sie ja nun gar nicht gemocht...
Sie schließt den Schirm wieder, schaut dem Kauz in die Augen. Der weiß wohl selbst nicht, was los ist.


Du bist wahrscheinlich noch traumatisiert, oder erschöpft. Dann ruh dich erst einmal aus, ich kann dich immer noch in Porto Vecchio freilassen.

*Hu-Hu?*

Sie steckt den Vogel wieder zurück... denn der Grund für ihren neuen Entschluss war, dass man vom Pier die Triangel hört... die Fährenreise geht weiter!

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"Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag." - Decamerone, Giovanni Boccaccio


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Dorf Serravalle
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2013, 17:10 
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
Haus: Bäckerei Panificio d'oro
Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Lidia eilt zurück an Bord, gerade noch, bevor die Planke eingeholt wird. Sie geht zurück in ihr Abteil, das sich aber verändert hat. Der schlafende Mann und der Greis sind zwar an ihren Plätzen, doch gegenüber Lidia, am anderen Fensterplatz sitzt nun eine Frau, die wohl in Serravalle eingestiegen ist. Und auch am Korridor, gegenüber vom Schlafenden und neben dem Greis sitzt ein weiterer Passagier. Ein junger Mann... kurzes schwarzes Haar, Handwerkerschicht.

Die Bäckerin beeilt sich, um auf ihren Platz zurückzukommen, denn das Chaos vom letzten Mal wollte sie umgehen...

... auch, wenn sie sich beobachtet fühlt...


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