Palatina sul aqua

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 Betreff des Beitrags: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Sa 14. Aug 2010, 21:50 
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Im Namen der Republik
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Im Namen der Republik
Der Eichenplatz in der Altstadt

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Eine Darstellung des Eichenplatzes aus der Malpazzi-Zeit. Gut zu erkennen: die alte Festung San Vittorio im Hintergrund.


Dort, wo Straßen aus Ober- und Unterstadt der Città Antica sich verbinden, liegt in einer Ecke der Eichenplatz, der seinen Namen von dem mächtigen Baum herleitet, der in den letzten Jahrhunderten üppig gewachsen ist. Er legt die ganze Umgebung in Schatten und ist uralt. Im Mittelalter war er ein beliebter Treffpunkt der Einwohner, als der Rastplatz entweder noch nicht angelegt war, oder unter den Malpazzi verabscheut wurde. Die Häuser um den Platz gelten als begehrte Adresse und werden teuer bezahlt - die Buonavista bauten daher nicht umsonst ihren Palazzo an einer Seite entlang, um auf ihren Einfluss hinzuweisen.

Seit jeher ist der Eichenplatz der Ort gewesen, an denen Sänger und Poeten einen Platz fanden, wo sie ihre Lieder spielen, Gedichte zitieren oder Geschichten erzählen konnten. Nicht selten reiht sich dann um den Baum eine ganze Schar von Menschen, besonders im Sommer, wenn dieser Ort zu den kühlsten des Viertels gehört. Auch die Anwohner schauen dann aus den Fenstern und hören zu.

Anders schaut es aus, wenn Laien oder Nichtszutze diesen Ort betreten, die mit langweiligen Erzählungen, schlechter Musik oder gräßlicher Stimmlage für Unannehmlichkeiten sorgen - die Zuhörer und Anwohner sind in diesem Falle rigide, und besonders die Angehörigen der Familie Buonavista gelten als sehr anspruchsvolle Gäste, die ein ganzes Regal alter Stiefel zur Verfügung haben... oder es der Bevölkerung zur Verfügung stellen, wenn der unbeholfene Künstler als Plage angesehen wird...

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"Nicht der Titel verleiht dem Mann Glanz, sondern der Mann dem Titel."

Niccolò Machiavelli


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Mo 16. Aug 2010, 10:51 
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Senator
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Senator
Ein Dichter stellt ein kleines Pult auf, räuspert sich kurz, und beginnt dann eine neue Komposition aus Worten...

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

„Du liebes Kind, komm geh’ mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind. -

„Willst feiner Knabe du mit mir geh’n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan. -

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

_________________
Raffaele di San Trovaso


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Mo 16. Aug 2010, 19:53 
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Handelsherr
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Handelsherr
Das Publikum am Platz, welches sich um den Eichenbaum und den Dichter geschart hat, ist hellauf begeistert...

Zwei Männer stehen an der Seite, sprechen sich gegenseitig zu.


Hervorragend, dieser Schweizer, nicht wahr?

Ganz ausgezeichnet!

lautet der Wortwechsel, während die einen noch klatschen, die anderen schon ihre Münzen zücken, Scudi und Lire in einen Hut fallen, der soeben ausgeteilt wurde.
Auch die Leute aus den anliegenden Häusern beugen sich vor, sehen zum fahrenden Mann, ob da denn noch etwas kommt.

_________________
Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Di 17. Aug 2010, 05:45 
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Senator
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Beruf: Botschafter

Senator
Die Szene wechselt, der Schweizer verschwindet, stattdessen baut an einer kleinen Bude ein Koch etwas auf.

Bitte nicht nachmachen

Wer würde auch den französischen, schwedisch sprechenden Koch nachahmen wollen?

Ist die Antwort, zu der die Menge zustimmend murmelt.

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Raffaele di San Trovaso


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Di 31. Aug 2010, 15:34 
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Senator
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Haus: Villa di Tesino
Beruf: Botschafter

Senator
Ein Dichter bereitet etwas vor. nach dem er sich kurz räuspert, kommt das Gedicht.


Hat der alte Hexenmeister,
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
5
Seine Wort und Werke

Merkt ich, und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Thu ich Wunder auch.
Walle! walle!
10
Manche Strecke,

Daß zum Zwecke,
Wasser fließe,
Und, mit reichem vollem Schwalle,
Zu dem Bade sich ergieße.

15
Und nun komm du alter Besen,

Nimm die schlechten Lumpenhüllen,
[33]

Bist schon lange Knecht gewesen.
Nun erfülle meinen Willen.
Auf zwey Beinen stehe,
20
Oben sey ein Kopf,

Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf.
Walle! walle!
Manche Strecke,
25
Daß zum Zwecke,

Wasser fließe,
Und, mit reichem vollem Schwalle,
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht er läuft zum Ufer nieder,
30
Warlich ist schon an dem Flusse,

Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweytenmale!
Wie das Becken schwillt!
35
Wie sich jede Schaale

Voll mit Wasser füllt!
[34]

Stehe! Stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
40
Vollgemessen! –

Ach ich merk es, wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach! das Wort, worauf am Ende
Er das wird was er gewesen.
45
Ach er läuft und bringt behende,

Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
50
Stürzen auf mich ein.

Nein nicht länger
Kann ichs lassen,
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
55
Ach! nun wird mir immer bänger!

Welche Mine! welche Blicke!
[35]

O! du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
60
Doch schon Wasserströme laufen.

Ein verruchter Besen
Der nicht hören will!
Stock! der du gewesen,
Steh doch wieder still!
65
Willsts am Ende

Gar nicht lassen;
Will dich fassen,
Will dich halten,
Und das alte Holz behende
70
Mit dem scharfen Beile spalten.


Seht da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold! liegst du nieder,
Krachend trifft die glatte Schärfe.
75
Warlich braf getroffen!
[36]

Seht er ist entzwey,
Und nun kann ich hoffen,
Und ich athme frey!
Wehe! wehe!
80
Beyde Theile

Stehn, in Eile,
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir ach ihr hohen Mächte!

85
Und sie laufen! Naß und nässer

Wirds im Saal und auf den Stufen,
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen!
Ach! da kommt der Meister!
90
Herr, die Noth ist groß,

Die ich rief die Geister
Werd ich nun nicht los.
„In die Ecke,
Besen! Besen!
[37]
95
Seyds gewesen.

Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.“


Bravo!

Tolle Zahleneinfüge!


Das macht es so systematisch und leicht verständlich!


Ist die Menge hellauf begeistert

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Raffaele di San Trovaso


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Di 31. Aug 2010, 15:45 
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Handelsherr
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Von irgendwo kommt ein Stiefel angeflogen und knallt gegen den Hinterkopf des Meisters

Ich hasse diese Koppi ant Paist Künstler!

gibt er erbost von sich

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Cesare Foscari

Oberster Verwalter der Markthalle, Besitzer des Landgutes Sant' Ambrogio. Kaufmann, Ratsherr, Wein- und Kunstliebhaber.

Das Decamerone en miniature: Die Euganeischen Anekdoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Di 31. Aug 2010, 16:42 
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Liebhaber der Gezeiten
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Liebhaber der Gezeiten
Ein Mann, durchaus etwas betagter, sah sich das Spektakel an.

Oh...

Die Zuschauer blickten in die Richtung, aus der der Stiefel kam, umringten den Werfer.

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Di 31. Aug 2010, 17:10 
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Palatinas einzig wahre Adresse für neuste Mode
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Beruf: Schneiderin

Palatinas einzig wahre Adresse für neuste Mode
Eine alte Dame meinte zu ihrer Nachbarin, diese Jugend keinen Respekt vor Kleidungsstücken mehr. In meiner Jugend hätte man noch Kartoffeln genommen.

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Die Aufmachung, welch eine Wissenschaft!
Die Schönheit, welch eine Waffe!
Die Bescheidenheit, welch eine Eleganz!
Coco Chanel


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: Sa 18. Sep 2010, 11:59 
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Liebhaber der Gezeiten
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Schicht: Cittadino
Heimat: Città Nuova
Haus: Uhrmacherei
Beruf: EUIV-Tutorial

Liebhaber der Gezeiten
Irgend so eine Pfeife, die aussah wie eine Mischung aus halbwegs gebildetem Universitätsscholaren und Signore Fraticelli, stellte sich auf die Bühne unter der Eiche. Dort hatte er bereits ein Gestell mit großen Bögen Papier und ein Rednerpult, dessen Oberfläche geklappt werden konnte, aufgebaut.

Guten Tag, meine sehr verehrten Signori e Signore. Heute werfen wir wieder einen spannenden Blick in das Reich der Tiere.

Er führte seine Hände an ein Auge, tat so, als würde er es herausnehmen und durch den Raum schleudern. Mit dem Finger verfolgte er die gedachte Flugbahn, worauf sein „Auge“ wieder in die Augenhöhle flog.

Dingdongdedelengpatsch! Höhöhö...

Unser heutiges Thema…

Mit den Händen formte er eine Trompete, blies Luft durch seine zusammengepressten Lippen.

…der Propellergorilla.

Er schlug den ersten Papierbogen um. Auf dem nächsten war ein Gorilla mit Holzstäben auf dem Kopf zu sehen.

Der Propellergorilla hat eine Größe…

Mit dem Armen fuhr er auf und ab.

…von Eins siebzig, ein Gewicht von pfrmpfrmpffrrmmmfpfrm haste nich gesehn und eine Spannweite von hier bis Oktober.

Er schlug mit den Armen wie ein Vogel.

Hohähähö.
Der Propellergorilla ist ursprünglich eine Erfindung der Franzosen gewesen. Hier…


Wieder schlug er einen Zettel um. Diesmal war ein Gorilla mit Holzplatten neben einem französischen Schnösel zu sehen.

Franzosen, ja – die in einer Weinlaune…

Mit der Handbewegung, als würde er ein Glas Wein austrinken, ahmte er die französische Sprache nach.

…die Palatiner ausspionieren wollten.

Eine Hand nahm erneut ein „Auge“ heraus und ließ es über dem Kopf kreisen. Später würde man das „Periskop“ nennen.

Aber das ist eine andere Geschichte. Blättern!

An dem Gestell war nach erneutem Blattumschlagen der Text „andere Geschichte“ zu sehen.

Wie man sehr schön sehen kann – en garde… ui... - Ähm… Zurück zum *bsssssssssss* Propellergorilla, ja.

Die Vorstellung ging so noch ein wenig weiter. Am Ende stellte sich der Mann hinter sein Rednerpult.

Ja, meine Signori e Signore. Damit Klappe zu…

Er stützte sich auf die Oberfläche des Pultes, welche daraufhin gegen seinen Kopf knallte.

…und Affe tot. Ahm...

Ein wenig torkelnd verließ der Mann die Bühne.

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Carlo Darvinus, Naturforscher | Cristian, "Antiquitätenhändler" | Opa Hoppenstedt, selbiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 5. Dez 2010, 13:32 
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Handelsherr
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Schicht: Patrizio
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Da es gerade anfängt zu schneien, hält es ein Chor für richtig, den Moment zu nutzen, tritt unter dem wuchtigen Baum auf, singt in mehrfachem Kanon.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 5. Dez 2010, 13:35 
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Wetterfrosch im Einmachglas
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Haus: Der Himmel über Palatina
Beruf: Aushilfpetrus

Wetterfrosch im Einmachglas
Der Chor hat das Glück, unter dem Baum zu stehen, welcher die gröbsten Schneeflocken abfing und somit in ein weißes Kleid getaucht wurde. Auf den Mützen der Leute bildet sich zwar ebenfalls eine Schicht Schnee, doch fügt sie diese virtuos in die verschneite Kulisse ein.

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"Es ist der gewöhnliche Fehler der Menschen, bei gutem Wetter nicht an Sturm zu denken."

Niccolò Machiavelli


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 19:57 
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Gaukler
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Gaukler
Kommt am Eichenplatz an und betrachtet mit funkelnden Augen den riesigen Baum. Dann ist er plötzlich völlig in seinem Element und als nächstes sieht man ihn auf einmal mit lodernden Fackeln jonglieren. Es scheint ihm völlig egal zu sein, ob jemand zusieht oder nicht, er macht es aus freude. Als erstes werden drei kleine Kinder auf ihn aufmerksam, welche auch glaich in sicherem Abstand staunend zusehen

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"Für Gaukler und Barde das höchste Gut, was man in Freiheit lebend tut."


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:00 
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Handelsherr
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Schicht: Patrizio
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Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Schaut mal da, der Mann!

Was macht er da...?

Dasselbe was Tante Prescilla mit Onkel Zulio macht, wenn er wieder zu spät nach Hause kommt!

bewegen sich die drei Kleinen zum Eichenplatz. Auch einige Nobili, die auf dem Weg waren, bemerken das Treiben, gesellen sich dazu

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:07 
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Gaukler
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Gaukler
blickt an seinen brennenden Fackeln vorbei und grinst. Als er zu sprechen beginnt, tut er es mit perfekt einstudierter Theaterstimme und lässt die Fackeln weiterhint durch die Luft wirbeln.

Ciao! Kommt und staunt, lacht oder macht Euch lustig über mich.
Ich lade jeden ein, zu bleiben....das heißt.....wenn ihr meinen Anblick ertragen könnt...
Hält urplötzlich die drei Fackeln in den Häneden und lässt die Flammen über sein Gesicht züngeln. Als das Feuer verschwindet, ist die Haut vollkommen unversehrt.
Ademaro lscht zwei der Fackeln, indem er Ihr Feuer schluckt, behält die dritte in der Hand und lässt sich vor den Kindern in die Hocke nieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:07 
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Senator
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Schicht: Nobiluomo
Heimat: Città Antica
Haus: Villa di Tesino
Beruf: Botschafter

Senator
Guck mal, der schongliat!

Das heißt jongliert, Schatz.

Sagt ein Älterer Mann zu seinem Enkel. Etwas nebenan stehen zwei Ratsherren und sehen sich die Vorstellung an.

Oh, das sieht ja vortrefflich aus! Den könnten wir bei unserer nächsten Festivität engagieren.

Ich würde sogar sagen, dass das gar vortrefflichst aussieht! Den können wir bei unserer nächsten Festivität engagieren!

...hörst du mir zu?

Was?

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Raffaele di San Trovaso


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:11 
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Ironischer Dickkopf
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Haus: Universität
Beruf: Magister und Student

Ironischer Dickkopf
Oben, auf dem Balkon der Buonavista, wo immer ein paar Stiefel, faules Gemüse und weiteres bereit steht, hat die Hausherrin die Szene betreten.
Als ein übereifriger Diener bereits nach einem der Gegenstände fassen will, hält ihn die Hausherrin ab


Wartet, das scheint besser zu sein, als die übliche Einlage dieses Horatio!

äußert die Dame, hat ihm die Hand auf den Handschuhe gelegt, der eben nach altem Salat fassen wollte

_________________
Je weniger die Leute davon wissen, wie Otternasen und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.

Daniele Oceano mein Name. Ich bin Geschäftsmann. :oceano:


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:19 
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Gaukler
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Gaukler
seine Stimme ist ganz warm und freundlich, als er zu den Kindern spricht.

Also....habt ihr schonmal mit dem Feuer gespielt? Es ist etwas ganz besonderes...un' avventura!

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:20 
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Handelsherr
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Schicht: Patrizio
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Haus: Markthalle/Ca' Foscari
Beruf: Kaufmann

Handelsherr
Nein, noch nieeee!

Nur der Grisu, der darf. Aber nur, weil sein Vater bei der Feuerwehr ist!

bemerken zwei der drei, sehen ihn mit großen Augen an.
Ob sie gleich auch mal Feuer schlucken durften?

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Cesare Foscari

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:23 
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Kennt Schimmel nur vom Reiten
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Schicht: Cittadina
Heimat: San Paolo
Haus: Bäckerei Panificio d'oro
Beruf: Bäckerin

Kennt Schimmel nur vom Reiten
Eine Dame aus den noblen Gegenden am Forum hört Lärm und Treiben schon aus der Ferne. Sie hat einen Fächer dabei, wedelt sich Luft zu, und führt ein frisch frisiertes Hermelin an einer roten Lederleine aus, das ein goldenes Halsband ziert

Oha, Rufus, das sieht nach Unterhaltung aus.

gibt sie von sich, geht langsam in die Richtung des Eichenbaums. Schon einiges Volk hat sich da versammelt, wie sie ausmachen kann...

Ein Feuerschlucker... nein, wie sensationell...

sie geht etwas schneller, um auch ja nichts zu verpassen

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"Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag." - Decamerone, Giovanni Boccaccio


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Eichenplatz
BeitragVerfasst: So 22. Mai 2011, 20:34 
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Gaukler
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Gaukler
Nun, wisst ihr....

blickt auf und spricht wieder zu der gesamten Menge

Zu mir wurde immer gesagt, ich dürfe mit dem Feuer spielen. Ich dürfe es sehr gerne und solle es sogar tun ABER ich sollte mich nicht wundern, wenn dann das Feuer auch mit mir spielen würde.

steht auf und geht ein wenig vor der Menge hin und her, wobei er die brennende Fackel lässig in der Hand herumwirbelt

Ich habe also oft mit dem Feuer gespielt und irgentwann hat es tatsächlich auch angefangen, mit mir zu spielen...am Anfang war es wild und unvorsichtig, hat gebissen und gebrannt, mich verletzt und mir zeitweise sogar.....Angst gemacht.
legt eine dramatische Pause ein

Aber schließlich konnte ich es zähmen....und jetzt spielen wir miteinander wie.......Hält plötzlich inne. Während des Redens hat er die Fackel immer schneller und schneller im Kreis gewirbelt und nun blickt er sie betroffen an. Auf einmal hält er sie sich ans Ohr, gerade so dicht, dass das Feuer sein Haar nicht versengt.
Was? Ouh! Oh, das tut mir Leid...wirklich...entschuldige....
kehrt mit dem Blick wieder zum Publikum zurück und lächelt entschuldigend

Verzeihung, werte spettatores.....der Fackel ist übel geworden.
Jedenfalls....landet mit einem Sprung wieder vor den Kindern

Wollt ihr doch sicher auch einmal mit dem Feuer spielen, oder?

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